Rollentausch im Therapiezentrum Schloss Cronheim

Bewohner Thomas Wagner präsentiert den Teilnehmern des Rollentauschs ein fertiges Produkt. (von rechts) Der Gunzenhäuser Polizeichef Harald Eckert, Bezirkstagspräsident Richard Bartsch, Gesamtleiter Cronheim Frank Genahl, Bewohner Claus Naumann, Ergotherapeutin Jutta Pfeuffer und Geschäftsführer der AWO Roth-Schwabach, Rainer Mosandl. Foto: pm


Am 18. November nutzten Bezirkstagspräsident Richard Bartsch und Gunzenhausens Polizeichef Harald Eckert das Therapiezentrum Schloss Cornheim, um die soziale Arbeit und Pflege persönlich kennenzulernen. Bereits zum sechsten Mal in Folge nahm das Therapiezentrum an der bayernweiten Aktion "Rollentausch" teil, das vom 14. bis 20. November von den Wohlfahrtsverbänden durchgeführt wurde. Auch Landrat Gerhard Wägemann sowie die stellvertretende Bezirkstagsvorsitzende Christa Naaß nutzten bereits die Gelegenheit, soziale Arbeit und Pflege in der Praxis kennenzulernen.

"Last Exit Cronheim"

Vor allem das persönliche Gespräch mit den Bewohnern lässt die Teilnehmer die Hintergründe, die Schicksale der Bewohner erfahren - und wie wichtig eine Einrichtung wie diese für ihr Leben ist: "Draußen gebe ich mir eine Woche", sagte Bewohner Claus Naumann von sich selber. "Es ist gut, wenn man vor sich selber beschützt wird!" Auch Schulklassen kommen immer wieder zu Besuch, um im Gespräch mit den Bewohnern die Sinne

für die Droge "Alkohol" zu schärfen.

(Öffentlichkeits-)Arbeit

Töpfern, Flechten, Miniaturen - verschiedenste handwerkliche Tätigkeiten werden in Cronheim von den Bewohnern ausgeübt - und auf Märkten verkauft. Auch Harald

Eckert zeigte sich von der Identifikation der Bewohner mit ihrer Arbeit beeindruckt. Ziel ist es letztendlich, den Bewohnern den Weg zurück zu ermöglichen. Mit der für 2017 geplanten neuen Tagesstätte mit betreutem Wohnen in Gunzenhausen wäre wieder ein weiterer Schritt getan, um ihnen bei der Eingliederung schrittweise zur Seite zu stehen.

Mit Verständnis
geht's leichter

Abschließend waren sich alle einig, dass durch den "Rollentausch" der Kontakt intensiviert, die Zusammenarbeit zum Wohl der Bewohner verbessert und auf allen Seiten mehr Vertrauen aufgebaut wird. (jf)
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