Mehr Verkehrskontrollen

Mehr Verkehrskontrollen im Gemeindegebiet könnten mit einem Beitritt zur Verkehrswacht durchgeführt werden. Foto: mick

Soll die Gemeinde Horgau der Verkehrsüberwachung Schwaben beitreten? In der vergangenen Gemeinderatssitzung stellte Bürgermeister Thomas Hafner (CSU) das Kommunalunternehmen vor. Nun können sich die Räte bis zur nächsten Ratssitzung Gedanken dazu machen.

Die Verkehrsüberwachung Schwaben ist ein nicht-gewinnorientierter Zusammenschluss von mehreren Gemeinden. Aus dem Landkreis sind unter anderem Adelsried, Aystetten, Königsbrunn und Stadtbergen dabei. Die Mitglieder legen beim Beitritt mehrere Messstellen in ihren Gemeindegebieten fest, an denen dann tageweise Verkehrsüberwachungen stattfinden. Grund für Horgaus Überlegungen, dem Kommunalunternehmen beizutreten, waren immer wieder aufgekommene Beschwerden von Bürgern über Raser im Ortsgebiet. Im Sommer wurde über zu schnell einfahrende Autos an der Bundesstraße in Auerbach oder beim Supermarkt in Horgau diskutiert. Mit einer Mitgliedschaft könnte hier also gemessen werden. 175 Euro pro Stunde koste die Überwachung des fließenden Verkehrs, erklärte Hafner. Verwarn- und Bußgelder, inklusive der betroffenen in Rechnung gestellten Bescheide, würden der Gemeinde zufließen. „Es ist ein Mittel zur Verkehrserziehung, keine Einnahmequelle für unsere Gemeinde“, stellte Hafner jedoch klar. Die Mitgliedschaft koste nochmals 1,50 Euro pro Einwohner im Jahr.

Nachbarschaftshilfe: Erfolgreich vom Seniorenbeirat initiiert, können hilfsbedürftige Horgauer Bürger die Nachbarschaftshilfe in Anspruch nehmen. Beispielsweise für Fahrten zum Einkaufen oder zum Arzt. Als kleine Entschädigung beantragte der Beirat nun, den Fahrern 0,30 Euro pro gefahrenen Kilometer zu zahlen. 0,10 Euro würden dabei vom Amt bezahlt, den Rest müsste aber die Gemeinde drauflegen. Da es sich heuer bei nur 14 stattgefundenen Fahrten lediglich um 53,80 Euro handle, gab es im Rat keinerlei Diskussion dazu. Der Zuschuss soll nun jährlich gewährt und auf 200 Euro gedeckelt werden.

Sozialstation: Der Sozialstation wurde der jährlich beantragte Zuschuss von einem Euro pro Person zugesagt. Die Gemeinde Horgau steuert damit knapp 2500 Euro dem Sozialwerk bei.

Dorferneuerung: Im Rahmen des Projektes „Dorferneuerung“ sei eine extra Bürgerversammlung zum Thema „Hauptstraße“ angedacht. Diese sei in der Umgestaltung ein zentrales Element, und viele Anwohner fragen nach der voraussichtlichen Höhe ihrer Beteiligung an der Straßenerneuerung.
Da die Maßnahmen derzeit jedoch noch nicht alle festgelegt seien, milderte Bürgermeister Hafner die Erwartung auf konkrete Zahlen. Durch ein kostenintensives, kommendes Jahr 2016 rechne er nicht mit einem Beginn der Maßnahmen vor 2017. (mick)
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