120.000 Euro an LEADER-Fördermittel für den „Interkulturellen Begegnungsplatz Bobingen“ bewilligt

Von links: Thomas Ludwig (Hauptamtsleiter Stadt Bobingen), Erich Herreiner (LEADER-Koordinator am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Nördlingen), Klaus Förster (Zweiter Bürgermeister Stadt Bobingen) und Benjamin Früchtl. (Foto: Kerstin Kornacker (Begegnungsland Lech-Wertach e.V.))
Nach der kürzlich bewilligten „Gläsernen Regionalküche“ der Metzgerei Naumann darf sich Bobingen mit dem „Interkulturellen Begegnungsplatz“ nun über eine weitere LEADER-geförderte Maßnahme freuen: Dank der Unterstützung der Lokalen Aktionsgruppe Begegnungsland Lech-Wertach konnte der Förderbescheid durch Erich Herreiner, dem zuständigen LEADER-Koordinator für das nördliche Schwaben und Altmühlfranken am AELF Nördlingen, an Klaus Förster, Zweiter Bürgermeister der Stadt Bobingen, übergeben werden.

Förster freute sich, dass nun mit dem Projekt, das vor allem durch die Workshops der Bobinger Jugendlichen auf den Weg gebracht wurde, begonnen werden kann und bedankte sich für die Förderung. Das Vorhaben wird in direkter Nachbarschaft zur Singoldhalle umgesetzt. Verkehrsgünstig mit dem ÖPNV zu erreichen und erschlossen über den vorhandenen Geh- und Radweg, bietet sich diese bereits im Ansatz vorhandene Fläche mit einem vorhandenen Basketballfeld sowie einem vorhandenen Rollhockeyfeld laut Hauptamtsleiter Thomas Ludwig für einen Ausbau zu einer "multi-kulturellen Funktionsfläche" an.

Dabei werde neben sportlichen Aspekten vor allem dem Begegnungsgedanken Rechnung getragen. Sinn und Zweck ist es, im Rahmen von Sport und Bewegung interkulturellen Austausch zu aktivieren. Das Nutzungskonzept des Platzes sieht deshalb eine aktive Einbindung der Vereine aus Bobingen und der Region vor, u.a. durch die Kooperation mit dem deutsch-türkischen Freundschaftsverein Bobingen, dem Quartiersmanagement oder weiteren Organisationen wie zum Beispiel Kolping.

Verschiedenste Kulturen

Benjamin Früchtl, Geschäftsführer der Regionalentwicklung Begegnungsland Lech-Wertach, betont, dass für Bobingen in der jetzigen Förderperiode bereits 320.000 Euro an LEADER-Fördermitteln bewilligt werden konnten, wodurch der „Interkulturelle Begegnungsplatz Bobingen“ das insgesamt vierte LEADER-Projekt in der Stadt darstellt. Erich Herreiner ist sich sicher, dass die Maßnahme ein voller Erfolg wird, denn „die Thematik der Migration könnte nicht aktueller sein. Der Platz inmitten des Zentrums trägt dazu bei, eine Begegnung verschiedenster Kulturen zu ermöglichen.“

LEADER ist ein Förderprogramm der Europäischen Union im Rahmen des Strukturfonds ELER und des Freistaats Bayern. Für die Lokale Aktionsgruppe Begegnungsland Lech-Wertach ist für den Zeitraum bis 2020 ein Förderbudget von 1,5 Millionen Euro vorgesehen. Die Mittel können durch Projekte, welche die Lokale Entwicklungsstrategie der Region unterstützen, abgerufen werden. Ein 32-köpfiges Entscheidungsgremium mit Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft entscheidet dabei über die Förderschwerpunkte des Begegnungslands Lech-Wertach. (pm)
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