„BePo – Kapitän“ Karl Wunderle verlässt die Bereitschaftspolizei Königsbrunn

Polizeidirektor Karl Wunderle (links) mit Gattin und Polizeipräsident Sommer
 
Kriminaldirektor Thomas Fichtner (links) mit Polizeipräsident Wolfgang Sommer
Fast 45 Jahre im Dienst der Bayerischen Polizei – nun geht der Abteilungsführer der Königsbrunner BePo, Karl Wunderle in den Ruhestand.

Nach einer äußerst vielseitigen Polizeikarriere war Polizeidirektor (PD) Karl Wunderle zum Ende seiner über 44jährigen Laufbahn für vier Jahre der Chef bei der V. Bereitschaftspolizeiabteilung (BPA) in der Brunnenstadt und damit Vorgesetzter von etwa 900 Polizeischülern, Ausbildungsbeamten, Lehrern, Einsatzkräften und Tarifbeschäftigten.

Zu seiner Verabschiedung und zur gleichzeitigen Amtseinführung seines Nachfolgers, Kriminaldirektor Thomas Fichtner, waren etwa 70 Ehrengäste aus der Politik, dem Führungsbereich der Polizei und von benachbarten Behörden geladen.

Polizeipräsident Wolfgang Sommer lobte in seiner Festrede vor allem die positiven Führungseigenschaften des scheidenden Abteilungsführers und bescheinigte ihm eine „sehr soziale Diagnosefähigkeit“, die ihn als „Chef der Königsbrunner BePo“ besonders auszeichnete. „Die Bereitschaftspolizei ist auch ein wesentlicher Teil der bayerischen Sicherheitsarchitektur“, so der gesamtbayerische BePo-Chef aus Bamberg an die aufmerksame Zuhörerschaft.

Landrat Martin Sailer bedankte sich bei Karl Wunderle für dessen „klare Linie und den sehr menschlichen Umgang“. An die anwesenden Führungskräfte der Polizei adressierte er, dass die Polizei für ein besseres und sicheres Leben in der Region sorge. Königsbrunns Erster Bürgermeister Franz Feigl stellte die hervorragende Zusammenarbeit in „seiner Stadt mit seiner BePo“ dar und freut sich unter anderem auf die gemeinsam zu organisierende Deutsche Polizeimeisterschaft in der Leichtathletik, die Ende August im Hans-Wenninger-Stadion ausgerichtet wird. Personalratsvorsitzender Michael Reo gab wider, dass die Belegschaft das „gefühlt warme Klima unter Karl Wunderle“ sehr genossen hat.

In seiner Abschiedsrede bedankte sich Karl Wunderle vor allem bei seiner Ehefrau Marianne und den vielen dienstlichen Wegbegleitern. „Das Führungsgeschäft war für mich ein gutes Stück Diplomatie ohne allerdings den Pfad der Ehrlichkeit und des gebotenen Anstands zu verlassen“, so der scheidende Polizeidirektor zu seiner letzten dienstlichen Station als BePo-Chef in Königsbrunn, dem der menschliche Umgang mit seinem Personal sehr am Herzen lag. Als Abteilungsführer hatte er stets eine „offene Tür und ein offenes Ohr“ für sein Personal, wobei ihm Geradlinigkeit und das „offene Gespräch“ äußerst wichtig waren. Wunderle, mit seiner 32-jährigen Erfahrung in der Vorgesetztenrolle, hält deshalb auch viel von konstruktiv-kritischen Mitarbeitern. Ganz besonders erwähnte er die „top Zusammenarbeit in den letzten vier Jahren in Königsbrunn“. Sein Führungsstil eines „vernünftig-anständigen Miteinanders“ und des Einbindens von kritischen Beamten, letztlich seine große Erfahrung wird der Bereitschaftspolizei fehlen, so Präsident Sommer.

Kriminaldirektor Thomas Fichtner freute sich über die Bestellung in das Amt des Abteilungsführers. „Der Kreis ist nun geschlossen“, so der 54-Jährige, der seine Ausbildung und einen Teil seiner beruflichen Aufgabenfelder wie Gruppenführer und Fachlehrer in Königsbrunn absolviert hat. „Ich freue mich auf meine neue Aufgabe und bin sicher, dass wir diese gemeinsam mit dem erfahrenen und bewährten Team bewältigen werden“, so Fichtner am Ende seiner frei vorgetragenen Antrittsrede, bevor er seinem Vorgänger Karl Wunderle alles Gute für seinen Ruhestand wünschte.

Jung-Pensionär Karl Wunderle wird es auch in diesem Lebensabschnitt nicht langweilig werden, so fordert nicht nur die 4-jährige Enkelin sondern auch die gesamte Familie ihren Opa, Ehemann und Vater für gemeinsame Aktivitäten.

Der passionierte Kreuzfahrer geht zum Ende Januar 2017 „als Kapitän von Bord der BePo Königsbrunn“ und kurz darauf als Gast auf ein Schiff für eine weitere Mittelmeerreise. In Bezug auf die sonstige Urlaubs- und Freizeitgestaltung spielen für den Pensionisten und seine Gattin Campingurlaube, Bergwanderungen und Fahrradtouren eine wichtige Rolle. Sie sind teilweise bereits „einsatzmäßig und polizeilich verlässlich geplant“.

Das Saxophonquartett des Polizeiorchesters Bayern sorgte bei diesem Festakt für eine würdige Umrahmung und spielte unter anderem auf besonderen Wunsch von Karl Wunderle „my way“.
Text: Johannes Daxbacher
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