Feuerwehr Königsbrunn muss Unfallopfer aus Auto schneiden, Polizei hat mit Gaffer zu kämpfen

Eine knappe Stunde waren die Einsatzkräfte am Unfallort beschäftigt. (Foto: FFW Königsbrunn)

Die Feuerwehr Königsbrunn war am Mittwoch fast eine Stunde lang mit 20 Mann an einem Unfallort in Königsbrunn im Einsatz: eine Person musste aus einem Auto befreit werden. Dabei gab es neben den Einsatzkräften auch überflüssige Personen am Ort des Geschehens.

Eine 22-jährige Autofahrerin war zuvor auf der vorfahrtsberechtigten Römerallee in westlicher Richtung unterwegs. Zur gleichen Zeit befuhr eine 40-Jährige den Schwester-Emilie-Weg und bog nach links, "unter Missachtung der Vorfahrt", wie die Polizei in ihrem Pressebericht erklärt, in die Römerstraße ein.

Im Einmündungsbereich kam es zum Zusammenstoß, bei dem die Unfallverursacherin schwer verletzt und in ihrem Auto eingeklemmt wurde. Dabei wurde auch ihr 11-jähriges Kind leicht verletzt.

Zur "patientenorientierten Rettung" mussten die Seitentüren des Fahrzeuges durch die Einsatzkräfte entfernt werden, teilt die Feuerwehr Königsbrunn mit. Hierfür musste die Römerstraße eine Viertelstunde lang komplett für den Verkehr gesperrt werden.

"Eine leider überflüssige Verhaltensweise legte am Unfallort ein 78-jähriger Mann zu Tage", beschreibt die Polizei die Anwesenheit des Passanten. Aus Neugier behinderte er die Rettungskräfte und Polizei während des Einsatzes, indem er sich in einer Nähe von fünf Meter zum Unfallgeschehen aufhielt. "Zur Wahrung der Persönlichkeitsrechte der Eingeklemmten und der verletzten Personen und um eine Behinderung der Maßnahmen der Rettungskräfte zu verhindern, musste der Mann von den Polizeikräften des Platzes verwiesen werden." Die mehrmalige Aufforderung missachtete der „Neugierige“ und kommentierte sein Verhalten mit: „Ich schau mir jetzt an, wie die da rausgeschnitten wird!“ Er wurde von den Polizeikräften vom Unfallort entfernt.

Die Lenkerin des anderen Autos wurde leicht verletzt. Die drei Verletzten wurden mit dem Rettungswagen in die Wertachklinik nach Bobingen zur ärztlichen Versorgung gebracht.
An den Autos entstand ein Schaden von insgesamt 15.000 Euro. Beide Fahrzeuge mussten abgeschleppt werden.
(pm)
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