Polizeihauptkommissar Franz Eichinger geht in den Ruhestand

Polizeihauptkommissar Franz Eichinger (links) und Königsbrunner BePo-Chef Polizeidirektor Karl Wunderle.
Nach 42 Dienstjahren bei der Bayerischen Bereitschaftspolizei geht Polizeihauptkommissar (PHK) Franz Eichinger nun in den Ruhestand. Interessante Aufgaben vom Ausbildungsbeamten bis hin zum Koch hatte der 60-Jährige seit seiner Einstellung als Polizeischüler im Februar 1974 in Nürnberg bis zu seinem dienstlichen Ausscheiden in Königsbrunn bewältigt.
Der gebürtige Mittelfranke kam 1976 nach Schwaben, leistete bei der damaligen Polizeiinspektion Augsburg 3 Dienst und wurde dann zur V. Bereitschaftspolizeiabteilung nach Königsbrunn versetzt. Eine zweijährige Verwendung mit intensiver Ausbildung zum Koch war sicher ein ganz besonderes Highlight seiner langen Dienstzeit und der Beginn eines seiner großen Hobbies. „Ich koche gerne, das ist schön“, so der Polizeihauptkommissar, der unter anderem für das Zubereiten des Essens für bis zu 700 Polizisten sorgte. „Hygiene und exaktes Arbeiten sind dabei absolut wichtig“, so der ehemalige Einsatz-Koch. In dieser Funktion bereitete er nicht nur Eintopf und Gulasch im 300 – Liter Bottich für die Einsatzkräfte in Wackersdorf oder beim König-Ludwig-Lauf in Oberammergau vor. Bei einer Lkw-Blockade im Inntal-Dreieck besorgte er direkt von einem Bauernhof für seine Kollegen die nötigen Nahrungsmittel und gab auch den Brummi-Fahrern noch etwas ab. Als „Küchenbuchführer“ gehörte neben dem Einkauf von Lebensmitteln und der Dienstplanerstellung des Küchenpersonals mit etwa 20 Beschäftigten auch die Zusammenstellung eines ausgewogenen Speiseplanes für etwa 600 bis 700 Beschäftigte dazu.
„Der Polizeiberuf bietet so viele Möglichkeiten“, damit verweist Franz Eichinger auf seine zweijährige Tätigkeit bei der Kriminalpolizei in Augsburg. Dabei war er mit der retrograden Erfassung des genetischen Fingerabdrucks befasst und besuchte zur freiwilligen Abnahme der DNA bei verurteilten Straftätern nahezu alle Gefängnisse im südbayerischen Raum.
Organisationstalent und Überblick bewies er auch bei seiner zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Dienstplangestalter beim 19. Ausbildungsseminar. Franz Eichinger musste für jede Woche 290 Unterrichtsstunden mit Inhalten, Lehrern und Unterrichtsräumen so koordinieren, dass trainingsplanerische und methodische Vorgaben eingehalten werden konnten, aber auch noch Änderungen aufgrund von Einsätzen möglich waren.
Auch ehrenamtlich war und ist der ehemalige Polizeiausbilder für Schießen und das polizeiliche Einsatzverhalten höchst engagiert. Seit seinem 15. Lebensjahr spielt er Trompete, Akkordeon und Keyboard. Er war 10 Jahre Dirigent der Jugendkapelle Königsbrunn. Musikalische Auslandserfahrung hatte Franz Eichinger mit der Königsbrunner Trachtenkapelle unter anderem in Texas, Ankara und in der Königsbrunner Partnerstadt Rab.
Langeweile wird bei dem „Jung-Pensionär“ nicht auftreten, ist er doch aktuell in seinem Heimatort Dinkelscherben der Dirigent für böhmisch-mährische Blasmusik mit etwa 20 Mitgliedern im Alter von 40 bis 80 Jahren.
Sollte es sein Zeitmanagement zulassen, will der zweifache Opa zusammen mit seiner Frau mittelgroße Touren wie etwa den Neckar-Rhein-Radweg noch in diesem Sommer angehen.
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