Spatenstich für die neue Betriebszentrale Digitalfunk


Den Spatenstich für den Neubau der Autorisierten Stelle Bayern für den BOS-Digitalfunk haben am Montag auf dem Gelände der Bayerischen Bereitschaftspolizei in Königsbrunn Landrat Martin Sailer, Königsbrunns Bürgermeister Franz Feigl, Bayerns Innen- und Baustaatssekretär Gerhard Eck und viele andere gefeiert.

In Königsbrunn soll eine Außenstelle des Bayerischen Landeskriminalamts entstehen. Diese wird bayernweit für den Betrieb und das Management des Digitalfunks zuständig sein. Bislang werden die Aufgaben von München aus wahrgenommen. Dadurch kommen Arbeitsplätze in die Region. "90 Mitarbeiter werden sich dann von Königsbrunn aus um das gesamte bayerische Digitalfunknetz und deren Nutzer kümmern", kündigte Eck an. Für den Neubau investiert der Freistaat 16 Millionen Euro. Die neue Digitalfunkzentrale soll Ende 2017 in Betrieb gehen.

Die Aufgaben der neuen Betriebszentrale bei der Betreuung der gesamten Infrastruktur und deren Nutzer erfordern laut Eck ein hochtechnisches, neues Dienstgebäude, in dem im 24-Stunden-Dienst sieben Tage die Woche gearbeitet wird. "Hier bei der Bereitschaftspolizei in Königsbrunn haben wir dafür ausgezeichnete Voraussetzungen", so Eck. "Auf einer Fläche von 3400 Quadratmetern bringen wir die dringend benötigten Diensträume und Funktionsbereiche bestens unter." Das Staatliche Bauamt Augsburg hat dafür ein zweigeschossiges, langgestrecktes Gebäude entworfen, das sich in die vorhandene Baustruktur einfügt. Der Neubau markiert den südwestlichen Bereich des Geländes und ist bei Bedarf nach Norden hin erweiterbar. Im Süden entsteht ein Nebengebäude für technische Anlagen und Carports.

Das Bürogebäude wird laut Eck in Stahlbeton-Skelettbauweise errichtet. Bürotrennwände in Leichtbauweise sollen variable Nutzungen möglich machen. Wegen der umfangreichen, technischen Ausstattung fallen hohe Wärmelasten an. Diese sollen über eine Wärmepumpe genutzt werden.

"In Bayern steht der Digitalfunk seit Ende 2015 Polizei, Feuerwehr und Rettungskräften nahezu flächendeckend zur Verfügung", erläuterte Eck abschließend. Bayern habe mit etwa 900 Sendeanlagen knapp ein Fünftel aller Sendeanlagen deutschlandweit. (pm)
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