Auf der Straße nur mit Helm - AWO Könisbrunn lädt zum Geschicklichkeits-Parcours ein

 
Ihre Geschicklichkeit auf dem Fahrrad konnten Kinder bei der Königsbrunner AWO testen. Foto: Stöbich
Königsbrunn : Königsbrunn | Zum Start in die Sommerferien veranstaltete die Arbeiterwohlfahrt (AWO) auch heuer wieder ihr beliebtes Geschicklichkeits-Turnier für junge Radfahrer. Auf dem Parkplatz vor der Königsbrunner Begegnungsstätte hatten Ortsvorsitzender Otto Müller und sein Helferteam wie in den vergangenen Jahren einen Parcours aufgebaut, der in möglichst kurzer Zeit bewältigt werden musste; wer die wenigsten Fehler machte, bekam einen Pokal, für die übrigen Teilnehmer gab es Abzeichen.
Vor dem Start gaben etliche Eltern ihren Sprößlingen noch letzte Tipps mit auf den Weg - zum Beispiel, dass sie das Stop-Zeichen nicht übersehen. Mit Helm und sichtlich aufgeregt machten sich die Kinder und Jugendlichen auf den Weg, durchfuhren eine Slalomstrecke und einen Kreisel, wobei öfters die Begrenzungs-Markierungen fielen oder mancher Radler sogar in der Hecke landete.
"Weil Königsbrunn mit einem neuen Konzept ja zur Radlerstadt werden möchte, ist es sehr wichtig, dass sich die Jüngsten sicher im Strassenverkehr bewegen können", betont Müller. Die meisten Unfälle passieren beim unaufmerksamen Abbiegen von Autos und Lastwagen oder durch Missachtung der Vorfahrt von Radfahrern, so der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club.
Dass viele Radler immer noch auf das Tragen eines Helms verzichten, ist mit ein Grund für die hohe Anzahl schwerer Verletzungen. Die Wahrscheinlichkeit, eine Gehirnverletzung zu erleiden, liegt ohne Helm mehr als doppelt so hoch wie mit Helm.
Ein guter Helm muss passen, sonst nützt er im Ernstfall nichts; daher sollte vor der Kaufentscheidung unbedingt die Anprobe stehen. Die Beratung im Fachhandel hilft dabei. Weil das Material jedes Helms altert, sollte er regelmäßig ausgetauscht werden, ebenso nach einem Sturz, da unsichtbare Verformungen und Risse den Helm unbrauchbar machen können.
Für kleinere Kinder gibt es den so genannten Mitfahrerhelm, der den Kopf optimal umschließt. Bei größeren Kindern bietet ein Jugendhelm mit einer vorstehenden Krempe Schutz bei Frontalunfällen. Eine sichere Verkehrsteilnahme ist nicht nur vom reinen Wissen abhängig, sondern auch von den Entwicklungsvoraussetzungen der Kinder. Eltern sollten sich bewusst machen, dass sowohl die Sinneswahrnehmungen als auch die geistige Entwicklung von Grundschülern nicht mit denen von Erwachsenen vergleichbar sind.
So denken Kinder bis in die Grundschule hinein in Anschauungen und Bildern und lernen hauptsächlich situationsbezogen. Je jünger ein Kind ist, je mehr verbindet es eine Gefahr mit einem konkreten Ort und überträgt dies nicht auf vergleichbare Verkehrssituationen an anderen Orten. Ein Transfer von erlerntem Wissen von einer Situation auf eine andere ist Kindern vor der Grundschule kaum möglich, da dies ein bereits stark abstraktes Denkvermögen voraussetzt. Deshalb ist es wichtig, dass Eltern mit ihrem Kind den ganz konkreten Schulweg üben, den es alltäglich zurücklegt.
Kinder im Grundschulalter können noch nicht die Perspektive von anderen einnehmen. Sie sehen alles aus ihrem Blickwinkel. Zudem lassen sich besonders Erstklässler noch schnell von externen Reizen ablenken. Ab einem Alter von sechs oder sieben Jahren nimmt die Konzentrationsfähigkeit zu und Kinder beginnen, Zusammenhänge zu erkennen.
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