Bunte Vielfalt beim Fest der Kulturen in Königsbrunn

Das Fest der Kulturen begeisterte auch heuer wieder zahlreiche Besucher. Fotos: Stöbich
Königsbrunn : Königsbrunn | Benvenuto, welcome und witamy hieß es vergangenes Wochenende beim großen Fest der Kulturen in Königsbrunn. So abwechslungsreich wie das siebenstündige Programm war auch das Wetter: Mal schüttete es aus Kübeln, dann ließ sich am blauen Himmel wieder kurz die Sonne blicken. Das hielt die zahreichen Mitwirkenden und Besucher aber nicht davon ab, gemeinsam ein fröhliches Fest mit Musik, Tanz und vielen Schmankerln wie orientalischem Falafel oder schlesischem Streuselkuchen zu feiern.
Mit den Darbietungen auf der überdachten Bühne war es möglich, in Rekordzeit von Amerika über Afrika nach Asien zu reisen. So zeigten die "Wild Boots" nicht nur Linedance-Vorführungen, sondern brachten die Grundschritte den Königsbrunnern auch in einem Workshop bei. Das bunte Programm rund ums Mercateum stand unter dem kulturellen Jahresmotto "Königsbrunn lebt bunt". Für Abwechslung sorgten unter anderem ein Dudelsackbläser und ein Stelzengänger, Märchenzelt und Kinderschminken, die Augsburger Patrizier und eine singende Freiheitsstatue sowie weitere Attraktionen aus vielen Ländern.
An den Ständen gab es Kleidung und Schmuck zu kaufen und das städtische Kulturbüro informierte über seine weiteren Veranstaltungen in der zweiten Jahreshälfte. Auch die Mitglieder des Kunst- und Kulturvereins "Siam" präsentierten traditionelle Tänze aus Thailand. So anmutig die meist zierlichen Frauen auf die Zuschauer auch wirken: Ihre Darbietungen haben mit billiger Erotik à la Phuket absolut nichts zu tun, sondern oft mit religiösen Zeremonien, wie sie in den Tempeln der buddhistischen Gemeinden in München gefeiert werden. Beim Neujahrsfest Songkran spielt Wasser eine große Rolle: Buddha-Figuren werden übergossen, die Menschen geben sich gegenseitig Wasser über die Hände und Mönche begehen verschiedene Zeremonien.
Das und vieles mehr konnten die Besucher des Festes über fremde Sitten und Gebräuche lernen; es zeigte auf eindrucksvolle Weise, wie unverkrampft ein internationales Miteinander sein kann. "Sprachbarrieren spielen keine große Rolle, wenn Völkerververständigung durch Musik und Tanz möglich ist", sagte Kulturbüro-Leiterin Ursula Off-Melcher, die durch das vielfältige Programm führte.
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