"Cubaboarische" begeistern Königsbrunner

Landler mit Latin-Groove boten die "Cubaboarischen" bei ihrem Auftritt in Königsbrunn. Foto: Stöbich

Ein voller Erfolg für den Königsbrunner Kulturverein Klik war das ausverkaufte Konzert mit einer ungewöhnlichen Band: Die "Cubaboarischen" versprühten im Gemeindezentrum St. Johannes pure Lebensfreude, indem sie bayerische Landler mit lässigem Latin-Groove mischten. Vor einem begeisterten Publikum präsentierten die die sieben Musiker bekannte und ganz neue Songs aus dem Reich des Buena Vista Social Clubs.

Kubanische Zwiefache, das bayerische " El Cantinero " oder ein mexikanischer Walzer sorgten sogar für stehende Ovationen. Alljährlich reisen die ehemaligen Dorfmusikanten aus dem Mangfalltal nach Kuba, um neue Stücke kennenzulernen und gemeinsam mit den dortigen Musikern zu spielen. Angefangen hatte alles ganz bescheiden: Hubert Meixner und seine Kollegen wollten vor 15 Jahren eigentlich nur Urlaub in Kuba machen. Doch schon in der ersten Nacht veranstalteten sie in der Hotelbar mit einheimischen Musikern einen zünftigen bayerisch-kubanischen Hoagascht.

Angesteckt von der Lebensfreude, die aus den lateinamerikanischen Rhythmen klingt, kombinierten sie nach ihrer Rückkehr Salsa mit Polka und Cha-Cha mit alpenländischen Hochzeitsmärschen. Beim Experimentieren wurde schnell klar: "Vacilion" - übersetzt "a Gaudi" - passt wunderbar zum Refrain "Cha Cha Cha", die kubanische Lebensfreude versteht sich exzellent mit dem bayerischen Humor.
Wenn die Musiker zum Salsarhythmus jodeln oder einen Bolero auf Blasinstrumenten spielen, klingt das so, als ob es nie anders gewesen wäre. Rhythmen und Sprache wechselten die Musiker in Königsbrunn so schnell wie ihre vielen Instrumente. Eben noch Tuba, Posaune, Trompete oder Saxophon an den Lippen, zupft die Band plötzlich spanische Gitarren und trommelt auf karibischen Congas und Bongos. Bei den Auftritten sind auch interessante Kontakte auf hohem Niveau entstanden, zu namhaften Musikern ebenso wie Wirtschaftsfunktionären und Politikern. So spielten die "Cubaboarischen" schon mehrfach in Havanna, unter anderem in der Deutschen Botschaft.

Peter Stöbich
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