Das Archäologische Museum in Königsbrunn

"Espressotasse" aus der Urnenfelderzeit - frisch ausgegraben und nun im Museum zu besichtigen

Archäologische Sensationen aus aller Welt werden uns nahezu täglich auf verschiedenen Fernsehkanälen in die Wohnzimmer geliefert. Aber wie sieht es damit eigentlich vor unserer Haustüre aus? Spannende Antworten auf diese Frage hält das Archäologische Museum in Königsbrunn für alle Interessierten bereit.

Funde, die Mitglieder des Arbeitskreises für Vor- und Frühgeschichte in den letzten Jahren auf dem Lechfeld ausgegraben haben, erzählen vom Leben der Menschen dort seit der Steinzeit, von ihrer Wohn- und Esskultur, von Landwirtschaft, Handel und Bestattungssitten. Manches hat sich bei der wissenschaftlichen Auswertung durch Fachleute als von europäischem Rang herausgestellt.
Im Museum können Besucher von Lesefunden aus der Steinzeit über Grabbeigaben und Keramik der Bronzezeit bis hin zu den Hinterlassenschaften der Römer und Alamannen eine Vielzahl von originalen Fundstücken bewundern. Höhepunkte sind unter anderem das komplett erhaltene Skelett eines Mannes aus der Glockenbecherzeit (um 2000 v. Chr.) und das Modell einer keltischen Siedlung, detailgenau nach einer Grabung auf Königsbrunner Flur gebaut.
Das Archäologische Museum Königsbrunn befindet sich im Rathaus der Stadt und ist immer am 3. Sonntag jeden Monats (außer August) von 10 – 12 Uhr geöffnet. Mitglieder des Arbeitskreises für Vor- und Frühgeschichte übernehmen die Führungen, würzen sie oftmals mit Grabungsgeschichten und –erlebnissen aus erster Hand und beantworten Fragen – sehr gerne auch die von neugierigen Kindern.
Brigitte Arzberger
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