Die Königstherme als Swingerclub: Die Well-Brüder begeistern das Königsbrunner Publikum

Die Well-Brüder waren auch über lokale Thmenen bestens informiert. Foto: Stöbich
Königsbrunn : Königsbrunn | Auch nach zwei Jahrzehnten schafft es der rührige Verein "Kultur lebt in Königsbrunn" immer wieder, hochkarätige Künstler und Veranstaltungen in die Stadt zu holen. Diesmal gastierten die „Well-Brüder aus dem Biermoos“ im gut besuchten Gemeindezentrum Sankt Johannes und sorgten wie eh und je für bissige Pointen.
Wie zu den besten Zeiten der mittlerweile aufgelösten "Biermösl Blosn" nahm das Trio mit viel Musik und Witz aktuelle und regionale Themen aufs Korn. So könne man aus der ehemaligen Königstherme einen Swinger-Club machen und das Café Müller sei „ein Fall für das Weltkulturerbe“.
Dem Volk und den Regierenden haben die Mitglieder der Familie Well schon immer gern aufs Maul geschaut und gleich mehrere Kabarettgruppen ins Leben gerufen. Geholfen hat die jahrelange Lästerei auf Bühnen, Platten und im Fernsehen leider nichts: Im Agrargeschäft bleibt den Bauern auch heute „nur die Magermilch“ übrig, was Stofferl Well zu einem eindrucksvollen Rap verarbeitete.
Auch nach langen Kabarettjahren zeigen die Brüder kaum Ermüdungserscheinungen, sind immer noch bissig und lustig beim Schuhplatteln, Singen und Musizieren auf unzähligen Instrumenten vom Alphorn bis zur Bach-Trompete. Christoph Well, 1959 als 14. von 15 Kindern in Günzlhofen geboren, trat schon mit drei Jahren zum ersten Mal mit seinen Eltern und Geschwistern öffentlich auf. Mit neun erhielt er von seinem Bruder eine Trompete, nach der Mittleren Reife studierte er an der Musikhochschule München. Mit 18 wurde er Solotrompeter bei den Münchner Philharmonikern und spielte bis zum 52. Lebensjahr mit seinen Brüdern Michael und Hans in der Biermösl Blosn.
Mit viel Phantasie verknüpfte das Trio in Königsbrunn wahre und erfundene Geschichten wie jene von der Erfindung der Feuerwehr-Musik. Am besten kamen beim Publikum natürlich lokale Themen an so wie der Gag, dass Königsbrunn jetzt Straßenbahn-Erwartungsland ist. Insgesamt ein toller Auftakt für das Herbst-/Winterprogramm des Kulturvereins. Karten gibt es im Kulturbüro noch für den kulinarischen Vor-Advent im "Nepomuk" am Samstag, 19. November, und die musikalische Lesung mit Andreas Martin Hofmeier am Freitag, 25. November, im Trachtenheim.
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