Ein Buch als Mutmacher: Podiumsdiskussion des Literaturkreises in der Königsbrunner Stadtbücherei

Unter den zahlreichen Zuhörern waren auch Bürgermeister Franz Feigl und Kulturreferent Christian Toth (2. und 3. von rechts). Foto: Stöbich
Königsbrunn : Königsbrunn |

Kultur / Podiumsdiskussion des Literaturkreises

Mit dem Bücherfrühling heißt es in der Brunnenstadt auch „Königsbrunn liest ein Buch“. Den Auftakt machte der Königsbrunner Literaturkreis mit einer Podiumsdiskussion in der Stadtbücherei. Kulturbüro-Leiterin Ursula Off-Melcher erläuterte die Aktion mit sechs Veranstaltungen rund um das Buch „Tagesanbruch“ von Hans-Ulrich Treichel.

Diskussion zum "Tagesanbruch"

Eine Einführung zum Buch und Autor erhielten die rund 40 Gäste, darunter Bürgermeister Franz Feigl, seine beide Stellvertreterinnen Barbara Jaser und Ursula Jung sowie Kulturreferent Christian Toth von Stadtbücherei-Leiterin Kathrin Jörg. Unter der Moderation von Off-Melcher diskutierten die Podiumsteilnehmer des Literaturkreises Ines Knopp, Adelbert Dorotik, Kathrin Jörg und Marion Kehlenbach Fragen zum Buch.

Wie wirkt die Grundidee der Geschichte auf den Leser? Was lässt sich zur geschilderten Mutter-Kind-Beziehung sagen? Und wie passt das geschilderte Schweigen in dem Werk zu der überkommunizierten Zeit heutiger Tage? Eine Kontroverse wurde durch Knopps Feststellung ausgelöst, die Protagonistin strahle eine erstaunliche Ruhe aus.

"Eine vorsichtige Befreiung von dem Unaussprechlichen"

Einige Literaturkreis-Teilnehmer empfanden das genaue Gegenteil, da in ihren Augen die Erzählerin in ihrem Leben auf vieles verzichtet habe. Off-Melchers Frage, ob das Buch auch Mut mache, beantwortete Kehlenbach: „Auf jeden Fall. Für die alte Frau ist das Reden und Aufschreiben ihrer eigenen Geschichte mit einer dramatischen Gewalterfahrung eine vorsichtige Befreiung von dem Unaussprechlichen.“

Einladung zu Lesenacht

Abgerundet wurde der Abend mit der Musik von Sängerin Chris Munger, die passend zum Buch die Lieder ausgesucht hat. Begleitet wurde sie von Christoph Gollinger am Klavier. Wer sich gar nicht selber an die Lektüre heran wagt oder Spaß daran hat, etwas vorgelesen zu bekommen, der ist am Freitag, 5. Mai, in der Stadtbücherei herzlich willkommen: Bei einer langen Lesenacht wird ab 19 Uhr die knapp 90-seitige Erzählung von den Teilnehmern des Literaturkreises vorgelesen.
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