Ein Netzwerk für die Kultur

Für die Museen wie das Königsbrunner Mercateum gibt es im neuen Jahr eine eigene Broschüre. Foto: Stöbich
Königsbrunn : Königsbrunn | Buntes Programm wartet 2018 auf die Königsbrunner

Peter Stöbich
Königsbrunn. Auf viele tolle Veranstaltungen im neuen Jahr können sich alle kulturell interessierten Königsbrunner freuen. Denn auch für 2018 haben Kulturbüro-Leiterin Ursula Off-Melcher und ihr Team wieder ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt. Unter anderem gibt es heuer zwei Jubiläen zu feiern, nämlich 50 Jahre Stadtbücherei und 25 Jahre Archäologisches Museum.
Dazu kommen Biergarten-Lesung und Bücherfrühling, Kindertheater und Kinosommer, Ferienprogramm und Serenaden-Abend, interessante Vorträge sowie Vernissagen im Rathaus. "Wir möchten nicht nur Hochkultur im klassischen Sinn anbieten", betont Off-Melcher, "sondern alle Alters- und Interessengruppen ansprechen." Bespielt werden im neuen Jahr wieder unterschiedliche Veranstaltungsorte im ganzen Stadtgebiet, allerdings legen die lange Museumsnacht, der Mithrastag sowie das große Fest der Kulturen eine Pause ein.
Dafür gibt es Neues wie zum Beispiel die Reihe „Kunst und Gesund“ ab April. "Dabei handelt es sich um eine bayernweite Veranstaltungsreihe von Stadtkultur Netzwerk Bayern, an der sich Königsbrunn über mehrere Wochen beteiligen wird", sagt Off-Melcher. Mit dabei sind unter anderem Arbeiterwohlfahrt, Jugendzentrum, Künstlerkreis, Stadtbücherei, Volkshochschule und viele weitere Anbieter; das Programm bei dieser Reihe reicht vom Früchteschnitzen und Ernährungstipps bis zu Sitztanz und Vorträgen. Auch die Campus-Reihe hat ihren festen Publikumsstamm und geht dieses Jahr in eine neue Runde.
Dass die Arbeit des Kulturbüros eng mit vielen anderen Organisationen und Unterstützern verflochten und vernetzt ist, kommt auf den vierteljährlichen Flyern mit dem aktuellen Programm zum Ausdruck: Zu sehen sind auf der Titelseite Menschen aus Königsbrunn, welche die Verbundenheit mit dem Thema Kultur deutlich machen. "Ohne ein solches Netzwerk wäre vieles gar nicht möglich", stellt Off-Melcher fest. In der jüngsten Sitzung des Hauptausschusses gab es allgemeines Lob für die Arbeit des Kulturbüros, aber auch Bedenken, dass das Team an seine Grenzen stößt. Denn es erfüllt laut Off-Melcher auch die Aufgaben eines Bürgerbüros, beantwortet Fragen von Touristen und gibt Stadtpläne aus oder kümmert sich um Aufgaben des Stadtmarketings; auch das Ferienprogramm sowie die Königsbrunner Museen, die Volkshochschule und Stadtbücherei gehören zum Zuständigkeitsbereich des Büros. Deshalb gab es im Ausschuss unter anderem die Überlegung, zur Entlastung Teilbereiche aus dem Kulturbüro auszulagern und im Rathaus zusätzliche Stellen zu schaffen.
„Königsbrunn – mein Schatz“ heißt eine neue Broschüre, die im Kulturbüro erhältlich ist. Auf 34 Seiten werden alle Museen der Stadt präsentiert und erläutert, welche Exponate auf die Besucher warten. Eine Info-Seite mit Adresse, Lage, Öffnungszeiten und Kontaktdaten erleichtert die Planung. Einige Ausstellungen sind nur saisonal geöffnet wie das Mercateum (von Mai bis Oktober) oder das Mithras-Heiligtum (März bis Oktober), andere wie die Nachbildung des Römerbades oder die Josef-Lang-Skulpturen sind jederzeit zugänglich. Die Objekte des Lechfeldmuseums an der Schwabenstraße haben hohen Erinnerungswert im Hinblick auf die lokale Siedlungsgeschichte. Die dortige Sammlung besteht hauptsächlich aus Exponaten, die den bäuerlichen Alltag der Gründungssiedler, die Wohnverhältnisse und die Kleidung der früheren Bewohner des Lechfeldes anschaulich machen. Die Exponate auf rund 600 Quadratmetern sollen künftig geordnet und katalogisiert werden, wofür personelle Verstärkung geplant ist.
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