Festakt 50 Jahre Stadterhebung Königsbrunn

 

Königsbrunn Mit einem großen Festakt feierte Königsbrunn seinen 50. Geburtstag als Stadt. Gäste waren unter anderem Augsburgs 2. Bürgermeisterin Eva Weber, Altlandrat Karl Vogele, sein Amtsnachfolger Martin Sailer und Bayern Innenminister Joachim Herrmann sowie viele Bürgermeister aus der Region. Auch aus Vereinen, Verbänden und Wirtschaft fanden sich viele Gäste ein, um den 50. Geburtstag Königsbrunns als Stadt zu feiern. Auch Königsbrunns Partnerstadt Rab war mit einer Delegation vor Ort.

Das Datum zur Jubiläumsfeier haben sich die Königsbrunner bewusst ausgesucht. Denn auf den Tag genau am 28. April 1967 bekam Fritz Wohlfahrt, seinerzeit Bürgermeister Königsbrunns, von damaligen bayerischen Innenminister Bruno Merk die Urkunde zur Stadterhebung. Für Fritz Wohlfahrt hat damit eines seiner größten Ziele erreicht.

Innenminister Hermann lobt Entwicklung Königbrunns

Für die Festrede kam der aktuelle Innenminister Bayerns, wenn auch dank der A8 etwas verspätet, nach Königsbrunn. Herrmann stellte schon zu Beginn seiner Ansprache schmunzelnd fest, "dass die meisten Stadtjubiläen, zu denen er eingeladen wird, sich meist um ein 800. oder 1000. handeln." Herrmann lobte, wie zügig Königsbrunn sich entwickelt hat. "So schnell haben das nur wenige in Bayern geschafft." Der Innenminister zeigte auch die vielen Maßnahmen, wie der Ausbau der Staatstraße nach Mering im Vorjahr oder kommende Straßenbahnanbindung, auf, die der Freistaat für die Stadt umgesetzt hat oder plant. Zudem lobte er die Wohnbauplanung, die er als "zukunftsweisend" bezeichnet.

Reges Vereinsleben und toller Standort der Polizei

Dankbar zeigte sich Joachim Herrmann, dass die die Bereitschaftspolizei in Königsbrunn eine gute Heimat gefunden habe und die Mitarbeiter dort gut im Stadtleben integriert sind. Nicht ohne stolz verwies der Innenminister dabei auch darauf, dass die Zentrale für den digitalen Behördenfunk auf dem Polizeigelände ihren Platz gefunden hat und ein zusätzliches Ausbildungsseminar eingerichtet wurde. Auch der Umstand, dass Königsbrunn trotz des schnellen Wachstums über ein reges und aktives Vereinsleben verfügt, fand bei Joachim Herrmann Anerkennung.

Königsbrunn als "Schwergewicht im Landkreis"

Altlandrat Karl Vogele huldigte vor allem Fritz Wohlfahrt, der in seiner Amtszeit von 1948 bis 1984 Königsbrunn zu dem gemacht hat was es heute ist. "Ein Schwergewicht im Landkreis", so Vogele. "Wohlfahrt hatte Visionen und war ein unglaublicher Hundling", stellt Vogele fest. Er erinnerte sich, wie Wohlfahrt belächelt wurde, als er nach seinem Amtsantritt davon sprach, er wolle Königsbrunn zur Stadt machen. "Königsbrunn war Fritz Wohlfahrts Bestimmung und die Stadterhebung seine Sternstunde", erinnert sich der Altlandrat. Um dies zu erreichen, ging Wohlfahrt nicht nur die üblichen Wege. Auf der einen Seite leistete er mit der Integration der Heimatvertriebenen und dem Bau von Schulen wichtige "Regelarbeit".

Doch vor allem die Spitzfindigkeiten, mit denen Wohlfahrt Erfolg hatte machten ihn in Vogeles Augen zu dem was er war: "Er schnappte den unentschlossenen Augsburgern die Bepo weg, baute die Brücke nach Mering noch bevor die Straße genehmigt war. So machte er Königsbrunn zum Spitzenreiter im Landkreis." Vor allem die langfristige Strategie, mit der Wohlfahrt voranschritt, mit einem großen Konzept im Hinterkopf fand viel Anerkennung bei seinem langjährigen Weggefährten.

Königsbrunns derzeitiger Bürgermeister Franz Feigl beschrieb "seine Stadt" als "interessant, attraktiv und pubertär hin und her gerissen". In einem Rückblick würdigte er vor allem die Verdienste seiner direkten Vorgänger Adam Metzner und Ludwig Fröhlich.

Rahmenprogamm mit Tanz und Musik

Abgerundet wurde der Festabend mit Auftritten Königsbrunner Tanzgruppen, der Big Band der Sing- und Musikschule, die beim Empfang aufspielte, und Wolfgang Niederzoll. Den tänzerischen Auftakt machten die Schuhplatter des Trachtenvereins "Die Lechauer". Dann wurde es modern mit Tanzgruppen der Tanzgalerie Kuschill und der Tanzlehrerin Miriam Roider. Zudem trug ein Chor aus Königsbrunns Partnerstadt Rab zwei Lieder vor. Den wohl meisten Applaus heimste Wolfgang Niederzoll ein, der als Stadtführer zu einem Rundgang durch Königsbrunn lud und dabei mit viel Witz die Lachmuskulatur der Gäste aufs Äußerste strapazierte.
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