Festakt läutet neues Jahr ein - Königsbrunn wurde 1842 zur Gemeinde erhoben

Königsbrunn kann kommendes Jahr gleich zwei Jubiläen feiern. Foto: Stöbich
Königsbrunn : Königsbrunn |

Das neue Jahr wird in Königsbrunn ausnahmsweise nicht mit dem traditionellen Empfang der Stadt beginnen, sondern mit einem großen Festakt anläßlich der Gemeinderhebung vor 175 Jahren. In der Willi Oppenländer-Halle gibt es am Samstag, 7. Januar, ab 17.30 Uhr ein buntes Programm mit Musik und Tanz, Ansprachen und geschichtlichen Vorträgen. In der Einladung dazu zitiert Bürgermeister Franz Feigl: "Im Namen seiner Majestät des Königs von Bayern wurde im Jahre 1842 die Kolonie Königsbrunn, gelegen am Randbereich der Bobinger Flur, zur eigenständigen Gemeinde erhoben."

Und so kam der Ort zu seinem Namen: An der ehemaligen Hochstiftstraße ließ die Regierung unter König Ludwig I. im Jahre 1833 drei Brunnen graben. Sie dienten zur Versorgung der Fuhrleute und insbesondere der Wallfahrer in der menschenleeren Ödnis. Zwei dieser Brunnen lagen auf Königsbrunner Flur. Einer davon ist noch erhalten und als Gedenkbrunnen gestaltet.
Diese Brunnen erhielten von Reisenden und Bewohnern des Umlandes bald den Namen "Königsbrunnen". Sie begründen den Ursprung des Ortsnamens und waren Voraussetzung für die nachfolgende Besiedlung. Das Wappen der Stadt zeigt darum auf rotem Grund eine goldene Königskrone, die über einem aus dem unteren Schildrand aufwachsenden silbernen Ziehbrunnen schwebt.
Aus der überwiegend bäuerlich geprägten Siedlung wurde bald das längste Straßendorf Bayerns an der ehemaligen Römerstraße Via Claudia Augusta. Königsbrunn hat 2017 noch einen weiteren Grund zum Feiern, nämlich den 50. Jahrestag der Stadterhebung; auch dafür laufen die Vorbereitungen bereits auf Hochtouren. Andreas Eser, der sich im Rathaus um die Organisation kümmert, stellt derzeit ein Buch zusammen, das auf rund 200 Seiten eine kurze Ortsgeschichte sowie Portraits der zahlreichen Vereine enthalten soll.
Am letzten Tag der Gautsch, dem 2. Juli, soll es einen großen Festumzug geben; für 22. Juli ist ein buntes Jubiläumsfest geplant. Neben diesen Höhepunkten gibt es kommendes Jahr noch viele weitere Attraktionen, denn auch das Team des Kulturbüros hat für 2017 wieder einiges vor. Die Leiterin Ursula Off-Melcher hat für Freitag, 6. Januar, den Philharmonischen Chor Augsburg verpflichtet. Zusammen mit dem Orchester Sinfonia Augusta, das der Königsbrunner Wolfgang Reß leitet, wird er die „Carmina burana“ von Carl Orff aufführen. Das Dreikönigskonzert in der Oppenländer-Halle beginnt um 18 Uhr.
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