Festakt zum Königsbrunner Stadtjubiläum - Vereine können sich zum Umzug im Juli anmelden

Die Stadt Königsbrunn feiert ihren 50. Geburtstag. Foto: Stöbich
Königsbrunn : Königsbrunn |

Vor einem halben Jahrhundert wurde Königsbrunn die Bezeichnung Stadt verliehen. Zum 50. Jahrestag am Freitag, 28. April, wird es einen offiziellen Festakt geben: Um 16.30 Uhr findet in der Kirche St. Johannes ein ökumenischer Gottesdienst statt, die anschließende Feier in der Mittelschule beginnt um 18 Uhr in der Turnhalle. Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann wird an diesem Abend als offizieller Vertreter der Staatsregierung anwesend sein. Nach dem Festakt lädt die Stadt zu einem Stehempfang mit Buffet ein.


Ein besonderer Höhepunkt unter den Jubiläumsveranstaltungen wird der große Festumzug sein. Am 2. Juli sind alle Königsbrunner Vereine aufgerufen, daran teilzunehmen und die Vielfalt der Königsbrunner Vereinslandschaft den zahlreichen Zuschauern zu präsentieren. "Es kann, darf und soll jeder mitmachen", sagt Bürgermeister Franz Feigl.
Wer beim Umzug mitmachen will, muss sich verbindlich anmelden. Für die Organisation ist es wichtig zu wissen, ob die Teilnahme mit einem Mottowagen oder als reine Fußgruppe geplant ist. Auch die Anzahl der Teilnehmer sowie die Länge eines eingesetzten Fahrzeuges ist bei der Anmeldung mit anzugeben. Die Aufstellung erfolgt in der Egerländer Straße von der Lechstraße bis zum Kreisverkehr an der Kirche St. Ulrich. Beginnend am nördlichen Kreisverkehr, wird sich der Umzug über die Wohlfarth-Straße bis zur St. Johannes-Straße bewegen und in diese abbiegen. Weiter geht es dann bis zum Festplatz, auf dem der Umzug am Bierzelt der Gautsch enden wird.
Auch das bereits zur Tradition gewordene Weinfest vor dem Königsbrunner Rathaus darf im Jubiläumsjahr nicht fehlen. Heuer wird es erstmals als zweitägige Veranstaltung am 15. und 16. September durchgeführt. Zur Geschichte des Ortes heißt es auf der Internetseite der Stadt: "Die Königsbrunner Flur ist ein uraltes Siedlungsgebiet. Die ersten Siedlungsspuren auf Königsbrunner Gebiet stammen aus der Zeit um 2300 vor Christus. Aus der frühen Bronzezeit ist ein Tuffsteinplattengrab erhalten und aus der Hallstattzeit fand man über 15 Grabhügel.
Nachdem zuerst Straßen wie die Via Claudia Augusta, die Römerstraße von Altinum bei Venedig über Augsburg bis kurz vor Donauwörth gebaut waren, kamen Kaufleute ins Land und siedelten sich in größeren Städten an. Ihre Versorgung mit Nahrungsmitteln wurde durch Gutshöfe sichergestellt. Zumindest drei solcher römischer Gutshöfe sind auch im Königsbrunner Raum bekannt. Im Jahr 1833 wurden "Auf Geheiß der Königlichen Regierung von Schwaben und Neuburg" an der Hochstiftstraße zwei Brunnen "zur Labung von Mensch und Tier" gegraben. Drei Jahre später errichteten die ersten Siedler bei den Königsbrunnen ihre Häuser.
Die Bevölkerung Königsbrunns bestand ursprünglich fast durchwegs aus Landwirten, die den kargen Boden bewirtschafteten. Zu den landwirtschaftlichen Anwesen kamen nach und nach Siedlungshäuser von Arbeitern. Die Bürger auf ehemaligem Bobinger Flur, jetzt Königsbrunn, beantragten die eigene Gemeindeerhebung. Am 7. Januar 1842 wurde Königsbrunn zur Gemeinde erhoben.
Königsbrunn war lange, weit über die Grenzen von Bayern hinaus als längstes Straßendorf Bayerns bekannt. Mittlerweile hat die Stadt genügend andere Vorzüge: Angefangen von kulturellen Einrichtungen, über vielfältige Freizeitmöglichkeiten in einem der zahlreichen Vereine bis hin zu entspannenden Wanderungen entlang des Lechs oder durch die Königsbrunner Heide."
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.