FFH-Kinder auf Oldtimer-Ausfahrt

Königsbrunn: Fritz-Felsenstein-Haus | Beim Anblick des silberblauen Camaro, Baujahr 1967 und eines 10 Jahre älteren VW Bullis bekamen so manche Erwachsene glänzende Augen. Die Kinder der Heilpädagogischen Tagesstätte im Fritz-Felsenstein-Haus aber, konnten es kaum erwarten, in einem der vier Oldtimer Platz zu nehmen und sich im Schritttempo durch Königsbrunns Straßen fahren zu lassen.

Soziales Engagement

Zehn Schüler erhielten an diesem Nachmittag die Gelegenheit, auf Einladung der „Oldtimer und Youngtimer Freunde Friedberg“ an einer kleinen Rundfahrt teilzunehmen. Als die vier chromglänzenden Fahrzeuge an der Fritz-Felsenstein-Schule vorfuhren, drängten sich Eltern und Kinder um die gepflegten Fahrzeuge. Ein Chevrolet Cabrio hatte es den Automobilfans besonders angetan, die bequemen schwarzen Ledersitze wurden sofort in Beschlag genommen - schließlich waren die meisten Kinder noch nie in einem Oldtimer gesessen. Manche kletterten selbständig auf die Sitze, andere mussten aus ihren Rollstühlen in die Fahrzeuge gehoben werden. Strahlend saß auch Erik mit seinem Vater im Mercedes Benz von Andreas von Rowell. Das Auto im typischen Grün der Siebziger steht wie kein anderes deutsches Fahrzeug für die alte Bundesrepublik. Tief in die Sitze gesunken, winkten die Kinder begeistert, kurbelten Fenster rauf und runter und wunderten sich über fehlende Nackenstützen.

Nach drei Rundfahrten durch die Stadt erhielten alle eine Stärkung. Zum Schluss ließ Camaro-Besitzer Robert Braun die begeisterten Väter einen Blick unter die Motorhaube werfen. Prompt entwickelt sich ein abschließendes Fachgespräch über Zylinderleistung und Hubraum.

„Solche Aktionen stoßen bei unseren Kindern und Jugendlichen auf große Begeisterung. Sie bereichern das Angebot unserer Heilpädagogischen Tagesstätte und können nur mit Hilfe besonders engagierter Mitarbeiter und privater Initiativen verwirklicht werden. Den beteiligten Mitgliedern der Friedberger Oldtimer und Youngtimer Freunde danken wir herzlich für diesen tollen Einsatz“, so Sylvia Reichart, die Leiterin der Heilpädagogischen Tagesstätte im Fritz-Felsenstein-Haus.
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