Im Landkreis Augsburg wird der Müll teurer

Bürger im Landkreis Augsburg müssen ab Juli 2018 mehr für ihren Müll bezahlen. Foto: Archiv


Ab 1. Juli 2018 müssen Bürger im Landkreis Augsburg mehr für ihren Müll bezahlen. Der Kreistag wird die Satzungsänderungen im Februar 2018 beschließen. Die neuen Abfallgebühren gelten von 1. Juli 2018 bis 30. Juni 2021. So erhöht sich die monatliche Grundgebühr von 4,15 auf 4,65 Euro pro Wohneinheit. Wer eine 80-Liter-Tonne hat, muss also ab Juli 101,88 Euro im Jahr bezahlen - statt wie bislang 89,52 Euro. Eine 120-Liter-Tonne kostet dann 124,92 Euro statt 111,60 Euro.

Laut Günther Prestele vom Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises Augsburg steigen die Gebühren vor allem, da der Abfallwirtschaftsbetrieb seit der Schließung der Deponie Hegnenbach über keine Einnahmen mehr verfügt, mit denen die Müllgebühren in den vergangenen 15 Jahren subventioniert werden konnten. "Nicht zuletzt deswegen konnten wir die Müllgebühren seit dem Jahr 2014 sogar unter das Niveau des Jahres 1992 absenken".

1992 zahlten Bürger im Landkreis Augsburg 95,20 Euro für ihre 80-Liter-Tonne mit 14-Tage-Leerung. Heute sind es 89,52 Euro. Die aktuellen Abfallgebühren im Landkreis Augsburg gelten seit 1. Januar 2014 und das obwohl seit 2010 die Altpapiertonne und seit 2013 die Bioenergie-Tonne ohne eigene Gebühr zusätzlich angeboten werden. Zum Vergleich: Im Landkreis Aichach-Friedberg beträgt die Jahresgebühr für die 60-Liter-Tonne, die alle zwei Wochen geleert wird, 108 Euro im Jahr. Die 80-Liter-Tonne mit zweiwöchentlicher Leerung im Landkreis Aichach-Friedberg kostet 144 Euro im Jahr.

Transponder und Störstoffdetektoren

Gründe für die neuen Abfallgebühren sind auch zahlreiche Neuerungen, die ab 1. Juli 2018 gelten. So fällt die wöchentliche Leerung der 80-Liter- und 120-Liter-Restmüllgefäße weg. Neu sind die Behälter-Identifikation aller Müllgefäße mit einem Transponder - eine Müllkontrollmarke ist deshalb ab 1. Juli 2018 nicht mehr erforderlich, der Einsatz von Störstoffdetektoren bei der Einsammlung des Biomülls und die Ausstattung der Müllsammel-Fahrzeuge mit Heckladertechnik.

Prestele erklärt, dass der Wegfall der wöchentlichen Leerung gerade noch 20 Prozent der Mülltonnen betreffe. "Aus betriebswirtschaftlichen Gründen ist es daher nicht länger vertretbar, die wöchentliche Leerung weiterhin aufrecht zu erhalten", erläutert Prestele. Der Werkausschuss beschloss daher, die Restmüllgefäße ab 1. Juli 2018 im Wechsel mit der Biotonne nur noch alle zwei Wochen zu leeren.

Wem das nicht reicht, für den gibt es ab 1. Juli 2018 eine 240-Liter-Restmülltonne. Laut Prestele ist die 240-Liter-Restmülltonne für die Haushalte eine Alternativlösung, die jetzt über ein 120-Liter-Tonne mit wöchentlicher Leerung verfügen. "Sie können bei entsprechendem Bedarf entweder ein zusätzliches 120-Liter-Restmüllgefäß anmelden oder gebührenneutral auf ein 240-Liter-Restmüllgefäß umsteigen", sagt Prestele. Die 240-Liter-Tonne können Bürger ab 1. Mai 2018 bei der Gemeindeverwaltung bestellen. Informationen gibt es im Internet unter www.abfallwirtschaft-landkreis-augsburg.de/awb/aktuelles. (nh)
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