Im Walzertakt ins neue Jahr

Das Konzert der Philharmonie Leipzig riß die Königsbrunner zu Beifallsstürmen hin. Fotos: Stöbich
Königsbrunn : Königsbrunn | Festliches Konzert und Empfang im Rathaus

Peter Stöbich
Königsbrunn. Zum gemeinsamen Start ins neue Jahr trafen sich im Königsbrunner Rathaus Landrat Martin Sailer, Bürgermeister Franz Feigl, Abgeordnete, Kreis- und Stadträte sowie zahlreiche Vertreter des öffentlichen Lebens aus Behörden, Vereinen, Hilfs- und Rettungsorganisationen. Ihnen allen dankte Feigl in seiner Neujahrs-Ansprache für die gute Zusammenarbeit im vergangenen Jahr; er würdigte dabei besonders die Arbeit aller Bürger, die in vielfältiger Weise ehrenamtlich tätig sind.
"Die Welt und unser Verhalten ändern sich so schnell wie nie zuvor", stellte der Bürgermeister fest und wies auf Gefahren bei der modernen Datenkommunikation hin. Auch Königsbrunn habe sich vom Dorf zur Stadt gewandelt und müsse das Erreichte bewahren und weiter entwickeln. Unter anderem gehe es um ein Stadtentwicklungskonzept, die Zentrumsgestaltung, die Vorarbeiten für die Straßenbahn sowie eine Reihe weiterer wichtiger Vorhaben.
Unter anderem nannte der Bürgermeister den Rückbau und die künftige Nutzung der ehemaligen Königstherme, die Sanierung der Königsbrunner Schulen oder die Standortsuche für einen neuen Wertstoffhof "de luxe", wie es Feigl bezeichnete. Am Herzen liegen dem Stadtoberhaupt auch die Kinderbetreuung sowie die Aufwertung und bessere Vermarktung der Museen in der Stadt.
Der Wohnungsbau und öffentliche Personennahverkehr waren weitere Themen der Neujahrs-Ansprache. Wie es heuer mit der umstrittenen Straßenausbau-Beitragssatzung weitergeht, hänge von der Entscheidung des Bayerischen Landtags ab.
Wenige Stunden nach dem Empfang im Rathaus trafen sich die Königsbrunner zum traditionellen Neujahrskonzert in der Willi Oppenländer-Halle. Kulturbüro-Chefin Ursula Off-Melcher begrüßte die zahlreichen Zuhörer und wies auf das kulturelle Jahresmotto hin, das sich dieses Jahr um die Vernetzung mit unterschiedlichen Kulturträgern und -einrichtungen dreht.
Begeisterten Beifall gab es für das im Jahr 2000 gegründete Orchester der Philharmonie Leipzig. Unter der Leitung von Tobias Engeli spielten die Musiker Melodien und Meisterwerke von Bizet, Lehar, Mozart und Strauß. Zu hören waren unter anderem der Walzer „Gold und Silber“ und die Polkas „Ohne Sorgen“, „Donner und Blitz“ sowie als Zugabe ein schwungvoller „Radetzky-Marsch“. Solisten an diesem mitreißenden Abend waren Theresa Dittmar, Mirko Milev und Stephan Gogolka, der mit seinem "Tangogeiger" und einer "Habanera"-Parodie dafür sorgte, dass auch der Humor nicht zu kurz kam.
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