Königsbrunn zeichnet den Carnevals-Club aus

Ihre Show unter dem Motto "Kulturen" zeigten die CCK-Mitglieder bei der Preisverleihung. Foto: Stöbich


Einen ausgelassenen Freudentanz führten die Indianerinnen des Carnevals-Clubs Fantasia auf der Bühne des evangelischen Gemeindezentrums auf: Ihr Verein ist der aktuelle Kulturpreisträger der Stadt Königsbrunn. Die Mitglieder tragen seit fast vier Jahrzehnten zur Gestaltung der närrischen Saison bei und verbreiten dabei nicht nur Frohsinn, sondern auch ein schützenswertes Kulturgut - das sei der Fasching nämlich, sagte Laudator Holger Franz.

Für ihn und CCK-Präsident Jürgen Langhammer bedeutet eine Saison viel mehr als nur Pappnasen: Ideenreichtum und engagierte Jugendarbeit, mitreißende Bühnenshows und Teamgeist aller Aktiven und Helfer im Hintergrund. Damit stellt der 1977 gegründete Verein eine feste Größe im öffentlichen Leben dar und trägt zur Brauchtumspflege in Königsbrunn bei.

"Euer unermüdlicher Einsatz hat uns über die Jahre viele glanzvolle Momente beschert!", sagte Franz. Die Mitglieder des CCK repräsentieren Königsbrunn weit über die Stadtgrenzen hinaus; was die verschiedenen Gruppen alljährlich auf die Bühne bringen, wird von den Mitwirkenden alles selbst erarbeitet: Das Motto, die Kostüme und Choreografie, der Faschingsorden und vieles mehr.

Ihren Kulturpreis vergibt die Stadt an Gruppen und Personen aus verschiedenen kulturellen Disziplinen, aber auch in den Bereichen Architektur, Heimat und Brauchtumspflege oder Wissenschaft oder Forschung. Damit verbunden ist ein Anerkennungspreis, der dieses Mal an die Gruppe "Young Art Königsbrunn" (YAK) geht; damit sollen ihr ehrenamtliches Engagement und die zahlreich durchgeführten kulturellen Veranstaltungen und Ausstellungen gewürdigt werden.

In ihrer Lobrede schilderte Kulturbüro-Chefin Ursula Off-Melcher die fast zehnjährige Arbeit der offenen Gruppe, der sich jeder Künstler anschließen kann. Unter Leitung von Ute Kochinke nehmen die Akteure an vielen städtischen Veranstaltungen teil, organisieren aber auch eigene Festivals und Events oder beteiligen sich an den Jugendkulturwochen der Königsbrunner Schulen.

Off-Melcher würdigte die große künstlerische Bandbreite und Wandlungsfähigkeit von YAK, von der Bandgründung über Graffiti bis zum Poetry Slam. "Das alles erfordert originelle Ideen, kreative Leistungen und soziales Engagement!" Die Preisgelder für die Ausgezeichneten kamen auch heuer wieder von der Augusta-Bank als Sponsor. (Peter Stöbich )
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