Königsbrunner Verkehrsverein formiert sich neu

Um die Förderung des Tourismus in Königsbrunn will sich der neue Verein künftig gemeinsam mit den Gastronomen und Hotels kümmern. Foto: Stöbich


Ungewöhnlich kurz ist die Amtszeit des neuen Verkehrsvereins-Vorsitzenden Werner Schnitzmeier: Nachdem er erst bei der Jahreshauptversammlung im Februar zum Nachfolger von Adolf Tröster gewählt wurde, löst sich der Verein jetzt auf. Das werden die Mitglieder bei einer außerordentlichen Versammlung beschließen, die am Dienstag, 22. März, um 19 Uhr im Gasthof Krone stattfindet. Bei diesem Treffen will die Vorstandschaft die näheren Gründe transparent machen, die zu diesem schwerwiegenden Schritt geführt haben.

Schnitzmeier gibt sich auf Anfrage unserer Zeitung zwar bedeckt, spricht aber von "starken Unregelmäßigkeiten in der Vereinsführung", die eine Fortführung in der bisherigen Form unmöglich machen. Das hänge im Wesentlichen von seinem langjährigen Vorgänger ab, dessen Auftreten schon bei der Jahreshauptversammlung für Irritationen gesorgt hatte. Ob es auch finanzielle Probleme gibt, dazu will sich der neue Vorsitzende vor dem 22. März nicht äußern.

Fest steht aber, dass die in der Satzung festgeschriebenen Ziele des seit 1984 bestehenden Vereins heute überholt sind, teilweise auch von anderen Institutionen wie dem Königsbrunner Kulturbüro oder Arbeitskreis für Vor- und Frühgeschichte übernommen werden. Denn die Förderung des Fremdenverkehrs ist kein großes Thema für Königsbrunn. Unter Trösters Regie wurden in den vergangenen Jahren der "Markt der Vereine" sowie Konzerte auf der Königsbrunner Gautsch veranstaltet.

Nach der formellen Auflösung wolle man sich aber unter anderem Namen neu formieren, kündigt der amtierende Vorsitzende an, der über die künftige Ausrichtung bereits ein ausführliches Gespräch mit Bürgermeister Franz Feigl geführt hat. Der neue Verein, voraussichtlich wieder unter Schnitzmeiers Führung, will sich auf zeitgemäße Weise dem Thema Tourismus widmen und zum Beispiel im Internet mit einer modernen Seite präsentieren. "Schließlich haben wir als Stadt einiges zu bieten!", sagt Schnitzmeier optimistisch.

Er sei mit dem Ziel angetreten, die Probleme im Verein zu bewältigen und ihn neu auszurichten. Momentan gibt es noch rund 60 Mitglieder. Laut Satzung kann die Auflösung nur beschlossen werden, wenn am 22. März mindestens zwei Drittel aller Mitglieder anwesend sind und dann mit einer Mehrheit von mindestens zwei Dritteln dafür stimmen. Kommt das Zwei-Drittel-Quorum nicht zustande, kann vier Wochen später eine einfache Mehrheit der erschienenen Mitglieder über die Auflösung entscheiden. (Peter Stöbich )
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