Kulturangebot ohne Schubladen: Programm deckt alle Interessen ab

Das Kulturprogramm für die nächsten Wochen stellen Stadtbücherei-Leiterin Katrin Jörg, Kulturbüro-Chefin Ursula Off-Melcher und Bürgermeister Franz Feigl vor. Foto: Stöbich
Königsbrunn : Königsbrunn |

Mit dem Ferienprogramm und Kinosommer stehen im August und September weitere Höhepunkte im abwechslungsreichen Jahreskalender der Stadt Königsbrunn bevor. Das sind freilich nur zwei von mehreren Dutzend Veranstaltungen, die das Team des Kulturbüros organisiert. Seine Leiterin Ursula Off-Melcher macht sich seit fünf Jahren dafür stark, Königsbrunn im öffentlichen Bewußtsein als Kulturstadt zu etablieren.


Dass es für Konzert- und Theaterabende, Lesungen und so weiter keine Stadthalle wie im benachbarten Bobingen gibt, bedeutet für sie kein Manko, ganz im Gegenteil: "Wir können viele unterschiedliche Orte in der ganzen Stadt bespielen und so Kultur direkt zu den Bürgern bringen!" Auf diese Weise gibt es interessante Ausstellungen im Golfclub Lechfeld und im Rathaus, Veranstaltungen im Biergarten oder im Lesepark am Mercateum.
Auch die Stadtbücherei mit dem Sommerferien-Leseclub und anderen Angeboten ist ans Kulturbüro angegliedert, ebenso die Königsbrunner Museen und die Volkshochschule. "Ich möchte alle Bereiche der Kultur von Literatur, Musik, Tanz, Theater und Kunst anbieten", sagt Off-Melcher und hat dafür ein dichtes Netz von Kooperationspartnern mit den Königsbrunner Vereinen gespannt. Stolz ist sie unter anderem auf die populärwissenschaftliche Ringvorlesung "Königsbrunner Campus" in Zusammenarbeit mit der Universität Augsburg.

Nicht alltägliche Angebote kommen gut an


Zur spannenden Veranstaltungsreihe „Außergewöhnlich gewöhnlich“ holte das Kulturbüro interessante Menschen mit Behinderung nach Königsbrunn und zeigte damit, dass auch nicht alltägliche Angebote ihr Publikum finden. Für kommendes Jahr ist eine Reihe mit dem Titel „Kunst und Gesund“ geplant. "Die Idee kommt von einem Verbund von 40 bayerischen Kommunen zum Thema Stadtkultur, bei dem wir seit drei Jahren Mitglied sind", sagt Off-Melcher. Mit dabei sein werden zahlreiche örtliche Einrichtungen und Gruppen wie der Generationenpark und "In Takt Well you & Dance", die Arbeiterwohlfahrt und Stadtbücherei sowie das Jugendzentrum.

Außergewöhnlich vielseitiges Kulturprogramm in Augsburg


Dagegen wird es das große Fest der Kulturen beim Mercateum in Zukunft nicht mehr geben: "Weil es seit Jahren immer dieselben Teilnehmer sind, wollen wir uns nicht wiederholen", so die Leiterin des Kulturbüros, die mit ihren Mitarbeitern lieber neue Impulse setzt. Brecht-Festival und Bücherfrühling, Jugendkulturwochen, lange Museumsnacht und Serenadenabend - auf ein solch vielseitiges Kulturprogramm könnte manch größere Stadt stolz sein.
Dabei ist der Macherin wichtig, dass die Preise möglichst für alle Bürger erschwinglich sind und alle Interessen abgedeckt werden: Unterhaltung, Bildung, Hochkultur. "Wir wollen keine Schubladen schaffen, alles soll allen zugänglich sein! Die gute Zusammenarbeit mit dem Stadtrat bildet dafür die Basis."

Kreativität ohne Routine



Ursula Off-Melcher hatte nach ihrem Abitur 1983 Politik, Soziologie und Ethnologie studiert. Sie war Steuerfachgehilfin, Bilanzbuchhalterin, Personalfachkauffrau, Dozentin für Kommunikation beim Roten Kreuz und Elternbeirats-Vorsitzende am Königsbrunner Gymnasium. "Meine Ausbildung und Lebenserfahrung aus dem Ehrenamt sind essentiell", sagt sie, "Kreativität und endloser Schöpfergeist faszinieren mich!"
Und so verfällt sie auch nach fünf Jahren keineswegs in Routine, sondern sucht ständig nach neuen Ideen und Partnern, um noch mehr Menschen für Kultur zu begeistern. In Zukunft möchte sie gern den Museen mehr Gewicht verschaffen, "denn eine Machbarkeitsstudie hat ergeben, dass sie hohen Stellenwert haben und etwas Besonderes in der Region sind".

Neben seinen eigentlichen Aufgaben kümmert sich das Team des Kulturbüros auch um den Bürgerservice wie touristische Beratung, Busauskunft, Ticket-Vorverkauf und vieles mehr; denn viele Besucher und Touristen nutzen für ihre Anliegen und Fragen das Büro als Anlaufstelle und Informationszentrale. Wichtig ist laut Off-Melcher außerdem das Stadtmarketing samt Pressearbeit, Plakatgestaltung und der Teilnahme an Messen - die Arbeit dürfte also auch in den nächsten Jahren nicht ausgehen.
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