Mit Musik um die ganze Welt: Zwei Chöre begeistern das Königsbrunner Publikum

Das Chorkonzert begeisterte rund 600 Zuhörer. Foto: Stocker
Königsbrunn : Königsbrunn |

Einen schönen Beitrag zum Jubiläumsjahr der Stadt Königsbrunn leisteten die beiden Chöre von "Vox Corona" und der Bereitschaftspolizei mit einem gemeinsamen Konzertabend. Unter der Leitung von Josef Hauber und Tanja Kitzberger boten die Sänger ein abwechslungsreiches Programm, das die zahlreichen Zuhörer auf eine musikalische Weltreise bis nach Neuseeland entführte.

Auch die Sopranistin Isabell Münsch zog mit ihrem Charme das Publikum in Bann. Ohrwürmer wie „Wochenend’ und Sonnenschein“ oder Edith Piafs „Milord“ waren ebenso zu hören wie „I Got Rhythm" von George Gershwin und sorgten für gute Stimmung. "Unser Repertoire ist breit gefächert", sagt Peter Henkel, Vorsitzender von "Vox Corona". Es berücksichtigt unterschiedliche Stilrichtungen vom Barock über Klassik, Romantik bis zur Moderne und umfasst ernste sowie unterhaltende Musik. Der Chor probt jeden Montag um 19.30 Uhr in der Sing- und Musikschule an der Schwabenstraße und freut sich jederzeit über neue Mitglieder.

Geschichte des "Gesangsverein Königsbrunn"

Unter dem Namen „Gesangverein Königsbrunn“ hatten sich am am 16. Januar 1886 sangesfreudige Männer zusammengetan und mit ihrem ersten öffentlichen Auftritt die Sedanfeier des Krieger- und Veteranenvereins umrahmt. Anläßlich des 25-jährigen Bestehens wurde der Name 1911 in Liederkranz geändert und eine eigene Fahne geweiht. Der erste Weltkrieg unterbrach dann die Arbeit des Vereins. Erst am 13. Juni 1926 konnte das 40-jährige Bestehen unter Beteiligung der Nachbarchöre aus Haunstetten, Inningen und Bobingen gefeiert werden.

Nach dem zweiten Weltkrieg war durch Kontrollratsgesetz der amerikanischen Militärregierung jede Zusammenkunft untersagt. Erst Anfang 1947 trafen sich 47 Königsbrunner wieder zum gemeinsamen Singen. Unter Protest der älteren Männer öffnete man sich 1952 auch für Frauenstimmen zu einem gemischten Chor. Zum 80. Jubiläum war ganz Königsbrunn am 4. und 5. Juni 1966 mit Tannengrün und Fahnen geschmückt. Auch eine neue Vereinsfahne nach einem Entwurf des Kunstmalers Marcel Zapf wurde geweiht.

Höhepunkt der 100-Jahrfeier war 1986 ein großer Gemeinschaftschor im Forum an der Karwendelstrasse mit über 2000 Sängern. Als besondere Auszeichnung erhielt der Verein die „Zelter-Plakette“, die im Auftrag des Bundespräsidenten vom damaligen Staatssekretär Edmund Stoiber während eines offiziellen Festaktes überreicht wurde. 1996 bekam der Chor den Kulturpreis der Stadt Königsbrunn und zehn Jahre später Josef Hauber als musikalisch verantwortlichen Leiter; er versteht es, die Motivation und Leistungsfähigkeit Woche für Woche mit großem Engagement zu steigern. Um die Perspektive des Chores langfristig zu sichern - das heißt, ihn für jüngere Sänger attraktiver zu machen - wird auch das Repertoire mit Titeln aus Pop, Schlager und neuzeitlicher klassischer Chormusik erweitert.
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