Museen öffnen ihre Pforten

Auch im Lechfeldmuseum präsentiert Gabriel Albrecht viele sehenswerte Schätze aus vergangener Zeit. Foto: Stöbich


Königsbrunn. Auch heuer wird sich das Kulturbüro Königsbrunn wieder am Museumstag beteiligen, den der internationale Museumsrat für 22. Mai ausgerufen hat. Das Motto in diesem Jahr lautet: "Museen in der Kulturlandschaft".

Damit soll auf die thematische Vielfalt der Museen in Deutschland und weltweit aufmerksam gemacht werden. Denn mit ihrem breiten Spektrum, dem vielfältigen Angebot und innovativen Ideen leisten die Museen einen großen Beitrag zu unserem kulturellen und gesellschaftlichen Leben. In Königsbrunn können die Besucher auf einer spannenden Entdeckungsreise zahlreiche Schätze bewundern. Ursula Off-Melcher, Leiterin des Kulturbüros, freut sich, dass diesmal auch eine Neuheit präsentiert werden kann: Die Darstellung der historischen Schlacht auf dem Lechfeld im Jahr 955 wurde mit 13 000 Zinnfiguren von Martin Sauter nachgestellt und ist im Untergeschoss des Informations-Pavillons ausgestellt.

Im Naturmuseum ist nicht nur für Kinder eine sehr anschauliche Ausstellung der heimischen Natur mit Pflanzen- und Tierwelt und dem größten Fluss in der Region, dem Lech, geboten. Der Mithraskult wird im einzig erhaltenen Mithräum in Deutschland anschaulich erläutert und das Römerbad, das einzige überhaupt zwischen Augsburg und Kempten, ist in großen Teilen selbsterklärend. Über den Welt- und Seehandel bis nach Indien können sich interessierte Besucher im Mercateum informieren.

Das Leben auf dem Lechfeld zwischen 1800 und 1950 zeigt in allen Facetten das Lechfeldmuseum. Die dortige Sammlung besteht hauptsächlich aus Objekten,die den bäuerlichen Alltag der Gründungssiedler, die Wohnverhältnisse und die Kleidung der früheren Bewohner des Lechfeldes anschaulich machen. Besonders interessant für Kinder ist das alte Spielzeug, darunter eine der ersten Käthe-Kruse-Puppen sowie komplett eingerichtete Puppenstuben. In einer original eingerichteten Wohn- und Schlafstube präsentiert sich das Museum so realistisch, als ob jeden Moment die Bäuerin aus dem 19. Jahrhunderts eintreten würde. Von bäuerlicher Handwerkskunst über alte Fotos, Postkarten und Uhren bis zum Fernschreiber aus dem Jahr 1930 reichen die Exponate auf insgesamt 600 Quadratmetern Ausstellungsfläche.

Die Öffnungszeiten am 22. Mai:

- Lechfeldmuseum von 14 bis 17 Uhr, Schwabenstraße 38

- Naturmuseum von 10 bis 12 Uhr und von 14 bis 16 Uhr, Bürgermeister-Wohlfarth-Str. 54

- Mercateum von 14 bis 19 Uhr, Alter Postweg 1

- Informations- und Präsentationspavillon von 15 bis 18 Uhr, Alter Postweg 1

- Mithräum von 14 bis 16 Uhr, Städtischer Friedhof, Wertachstraße 1

- Römerbad, Freiluftmuseum im Städtischen Friedhof, Wertachstraße 1

Ein besonderer Tipp ist die lange Museumsnacht am 15. Juli von 19.30 bis 24 Uhr. "Mit einer Darbietung zum griechischen Theater, Shuttletransfer mit Kutsche und Rikscha und viel Feuer werden wir die Nacht zum Tag machen", verspricht Off-Melcher. Weitere Informationen gibt es im Kulturbüro am Marktplatz 9 (Telefon 08231/606-260). (Peter Stöbich )
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