Museums-Besuch bis Mitternacht - In Königsbrunn haben Museen von 20 bis 24 Uhr geöffnet

Auch das Handelsmuseum Mercateum ist bis Mitternacht geöffnet. Foto: Stöbich
Königsbrunn : Königsbrunn | Bis Mitternacht in Ruhe durchs Museum bummeln, das ist in Königsbrunn am Freitag, 15. Juli, bei einer langen Musemsnacht möglich. Sie wird um 19.30 Uhr vor dem Rathaus eröffnet und vom Kammerorchester musikalisch gestaltet. "Wie in den Vorjahren gibt es wieder einen Zubringer-Service mit Kutsche, Rikscha oder Bus von und zu den verschiedenen Orten“, sagt Ursula Off-Melcher, die Leiterin des Kulturbüros. Es gibt auch ein interessantes Rahmenprogramm wie das Ballonglühen oder ein Gewinnspiel mit Verlosung von Ballonfahrten sowie Karten für das Königsbrunner Sommerkino.
Ab 21 Uhr gibt es am Rathaus ein besonderes Schauspiel von Renate Bernhard-Koppenberger. "Hinter der Maske - die griechische Welt auf der Bühne?" präsentiert das griechische Theater. Dargestellt werden die Bedeutung der Theatermasken sowie die typische Form der Theaterstücke und die Bedeutung für die griechische Gesellschaft. In einem rekonstruierten Gewand eines Schauspielers nach einem alten Relief trägt Bernhard-Koppenberger Originaltexte zu einer Tragödie und einer Komödie vor.
Alle Museen haben von 20 bis 24 Uhr geöffnet und bieten sowohl kurze Führungen als auch freie Besichtigung an. Verschiedene Ensembles des Königsbrunner Kammerorchesters werden im Laufe der Nacht zu folgenden Zeiten vor den jeweiligen Museen musizieren: Archäologisches Museum im Rathaus um 19.30 Uhr, Lechfeldmuseum um 20.30 Uhr, Naturmuseum um 21.00 Uhr, Mercateum um 22 Uhr, Ausstellung zur Lechfeldschlacht um 23 Uhr. Weiter Informationen im Kulturbüro (Telefon 08231 / 606-260).
Einen interessanten Ausflug in die Königsbrunner Geschichte kann man am 15. Juli im Lechfeldmuseum mit seinen 4.500 Ausstellungsstücken unternehmen. Die Sammlung besteht hauptsächlich aus Objekten,die den bäuerlichen Alltag der Gründungssiedler, die Wohnverhältnisse und die Kleidung der früheren Bewohner des Lechfeldes anschaulich machen. In einer original eingerichteten Wohn- und Schlafstube präsentiert sich das Museum so realistisch, als ob jeden Moment die Bäuerin aus dem 19. Jahrhunderts eintreten würde.
Das Lechfeldmuseum zeigt die Faszination des technischen Fortschritts und die damit verbundene Verbesserung der Lebensqualität im Lauf der Geschichte; es dokumentiert aber ebenso das Schwinden überlieferter Lebens- und Arbeitswelten. Ein Museumsbesuch lohnt sich auf jeden Fall: Von bäuerlicher Handwerkskunst über alte Fotos, Postkarten und Uhren bis zum Fernschreiber aus dem Jahr 1930 reichen die Exponate auf insgesamt 600 Quadratmetern Ausstellungsfläche.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.