Probleme mit Jugendlichen im Umfeld des Königsbrunner "Matrix" - Polizeichef ist besorgt

Polizeichef Max Wellner macht das Verhalten mancher Jugendlichen Sorgen. Foto: Stöbich
Königsbrunn : Königsbrunn |

Dass die knapp zwei Jahre alte Jugendfreizeitstätte "Matrix" und ihr Angebot erfolgreich sind, darüber waren sich die Königsbrunner Stadträte bei ihrer jüngsten Sitzung alle einig. Weniger erfreut zeigte sich dagegen Max Wellner, Mitglied des Ratsgremiums und Leiter der Polizeiinspektion Bobingen. Er wies darauf hin, dass es nach den Veranstaltungen öfters Probleme im Umfeld des "Matrix" gebe - nicht nur mit Alkohol, sondern auch Müll oder Pöbeleien am Busbahnhof. Darüber seien die Bürger besorgt und beunruhigt, stellte Wellner fest. "Weil die Polizei das nicht ständig leisten kann", sagte er wörtlich, sollten die Streetworker verstärkt ein Auge auf die Jugendlichen haben.

Mit Margarete Weiß gibt es in Königsbrunn seit kurzem wieder eine Streetworkerin, die Michael Rothmund bei der sogenannten aufsuchenden Jugendarbeit unterstützt. "Fetten Applaus für unsere Maggy!", heißt es auf der Internetseite der Jugendfreizeitstätte. "Sie kümmert sich um die Mädchenarbeit und ist auch draußen immer unterwegs." Allerdings treffen die beiden Streetworker während der kalten Jahreszeit junge Leute eher drinnen im "Matrix" als auf der Straße. Die 35-jährige Erzieherin aus Ried kann jahrelange Erfahrung als Gruppenleitung im Kindergarten und Hort vorweisen.

Ralf Engelstätter, der das Jugendzentrum leitet, präsentierte den Stadträten einen Zielkatalog. Darin sind zahlreiche Vorhaben bis zum Jahr 2019 aufgelistet, unter anderem medien- und theaterpädagogische Projekte sowie Jugendbildung und -parties. Außerdem sind verschiedene Freizeitaktivitäten und sportliche Aktionen geplant; der vertretender Leiter Pit Granz will in den kommenden Wochen Konzerte organisieren, um die Einrichtung über die Stadtgrenzen hinaus bekannt zu machen. Dabei sollen neben etablierten Musikern auch Nachwuchsbands aus der Region die Möglichkeit bekommen, sich vor größerem Publikum zu präsentieren.

Das "Matrix" steht auch anderen sozialen Organisationen offen; im Sinne einer gelebten Inklusion findet gemeinsam mit dem Fritz Felsenstein-Haus und der Lebenshilfe jährlich eine Veranstaltung statt. "Auch Netzwerkarbeit spielt eine zentrale Rolle", sagte Engelstätter im Stadtrat; so sei die Kooperation mit Königsbrunner Schulen in wichtiger Teil der Arbeit.
Im Zeitraum von 2017 bis 2019 sind 15 Kulturveranstaltungen geplant. Ein interessanter Informationsabend zum Thema "Gewalt in den neuen Medien", der vor kurzem angeboten wurde, war bei den Eltern allerdings nur auf wenig Resonanz gestossen.
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