Renate Craig zeigt Bilder in Königsbrunn

Renate Craig präsentiert ihre Darstellung des Universums bei einer Ausstellung in Königsbrunn. Foto: Stöbich


Originell und vielseitig präsentiert Renate Craig ihre Bilder bei einer Ausstellung, die noch bis Ende Juni im Königsbrunner Gesundheitszentrums "Revital" zu sehen ist. In den Räumen an der Dornierstraße können Interessierte ausdrucksstarke Werke in unterschiedlichen Techniken bewundern, "denn ich experimentiere gern", sagt die kreative Künstlerin. So gibt es Acrylbilder auf Leinwand, Malpappe oder Sperrholz zu sehen, aber auch Collagen oder solche mit Softpastellkreiden.

Wenn Craig feststellt "Bei mir muss sich etwas rühren", dann gilt das nicht nur für ihre Kunst, sondern für das ganze Leben. Kanada, München, Wien und jetzt Augsburg sind einige ihrer Stationen. Sie bevorzugt kräftige Farben, wie auf einer Darstellung des Weltalls zu sehen ist. Ein Akt und ein grafisch gestalteter Kussmund oder eine Serie von Vulkanlandschaften werden ebenfalls in Königsbrunn gezeigt. Die Künstlerin hat bereits wieder Neues im Kopf: "Demnächst will ich ein 1,20 Meter großes Bild in Schwarz und Rot mit dem chinesischen Schriftzeichen für "Friede" malen", kündigt sie an. Die Entstehung ist jedes Mal ein spannender Prozess, von dem auch die Besucher des Gesundheitszentrums profitieren sollen.

"Denn gute Kunst hat heilsame Wirkung", weiß der Organisator der Ausstellung, Kunsttherapeut Heinz Hoffmann. "Angesichts der vielen Krisen in der Welt kennen die meisten Menschen heute kaum noch ein positives Erleben", stellt er fest. Er habe bei seiner Arbeit selbst viel Zeit gebraucht, um die Tiefen der eigenen Seelenräume auszuloten. Der Kunsttherapeut weiß, dass es vielen Menschen heute immer schwerer fällt, mit zunehmendem Druck, Frust, Kränkungen und seelischen Verletzungen umzugehen; deshalb will er einen Gegenpol schaffen, gewissermaßen Seelenräume öffnen in einer seelenlosen Zeit. In seinem Atelier hilft er Menschen, durch die Kunst wieder zu ihrer Mitte zu finden. Ob jemand einfach Muster und Schraffuren zu Papier bringt, einen Teddybären modelliert oder eine menschliche Skulptur, das spielt nach Ansicht des Therapeuten keine große Rolle. "Hauptsache ist, dass sich Menschen überhaupt so etwas zutrauen und dass sie im künstlerischen Schaffen wieder Ruhe und inneren Frieden finden." So gehen bildende und medizinische Kunst in Königsbrunn eine Verbindung ein. (stö)
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