„Rendezvous mit der Kunst“ – Die Klasse 7c des Gymnasiums Königsbrunn löst den Gewinn der Schule aus dem LEW-Partnerschulen-Angebot

Die Schüler der Klasse 7c durften in die Welt der modernen Kunst eintauchen. Das Gymnasium Königsbrunn hatte sich im Rahmen des Partnerschulen-Programms der „Bildungsinitiative 3malE – Bildung mit Energie“ der Lechwerke AG für das Paket „Rendezvous mit der Kunst“ beworben – und gewonnen.

Unter der Leitung von Herrn Weichselbraun von den Lechwerken und den Lehrerinnen Monika Wex und Susanne Hilgenfeld besuchten die Schülerinnen und Schüler die Sonderausstellung „Rendezvous der Künstler“ im Schaezlerpalais in Augsburg. Mit über 150 Meisterwerken, über 60 Künstlern – von Picasso über Dali, Giacometti und de Chirico bis hin zu Bourgeois, Beuys und vielen mehr – präsentiert die Ausstellung 2016 ein wahres Feuerwerk an Künstlerinnen und Künstlern unterschiedlichster Stilrichtungen und Kunstgattungen.

Die Klasse 7c nahm vor Ort am Workshop „Meet the artist – Interview mit einem Künstler“ teil. In diesem Workshop interviewten die Jugendlichen fiktiv einige ausgewählte Künstler anhand ihrer Werke. Dabei stellten sie dem Künstler Fragen, die sie im Rahmen einer Führung selbst entwickelten und anschließend mit der Unterstützung erfahrener Kunstvermittler auch selbst beantworteten. So erfuhren die Schüler viel Wissenswertes über ausgewählte Künstler und die Kunstrichtungen des Surrealismus und der Klassischen Moderne.

In einer Nachbesprechung mit der Klasse stellte sich heraus, dass die Jugendlichen gerne mehr Zeit in der Ausstellung verbracht hätten, um sich einen Überblick zu verschaffen.
Interessant war die Reaktion der Schüler/innen auf die Künstler Francis Bacon und Anselm Kiefer. Die verzerrten Gesichter von Bacon machten den Jugendlichen bisweilen sogar Angst, zumindest riefen sie unangenehme Gefühle hervor. Das änderte sich auch nicht, als der Kunstvermittler erzählte, dass Bacons Werk auf dem aktuellen Kunstmarkt mit am höchsten gehandelt werde. Die beiden Werke von Anselm Kiefer – da ist man sich in Schülerkreisen einig – werden nicht als Kunst betrachtet. Es mangele an der Schönheit des Bildwerkes ebenso wie am Können des Künstlers, so die Argumentation.

Die Unbedarftheit und Frische, mit der die Jugendlichen die Kunstwerke betrachteten und auf sich wirken ließen, hat mich als Kunsterzieherin sehr beeindruckt. Ebenso überraschte mich ihre Offenheit und ehrliche Meinung.

Die Frage Ist das Kunst oder kann das weg? stellt sich im 21. Jahrhundert also nicht nur uns Erwachsenen. Dies verwundert nicht, denn die Kunst steckt – analog zur Gesellschaft – in einer tiefen Orientierungskrise. Insofern spiegelt die Kunst das wider, was ist – und ist in sich stimmig und wahrhaftig.
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