Seine Werke setzen markante Akzente

Figuren von Gregor Kruk sind im Foyer des Königsbrunner Rathauses ausgestellt. Foto: Stöbich


Kein Besucher einer Stadtrats- oder Ausschuss-Sitzung kommt im Königsbrunner Rathaus an den Skulpturen von Gregor Kruk vorbei. Die ausdrucksstarken Figuren des ukrainischen Bildhauers sind an prominenter Stelle im Foyer präsent und Zeichen einer freundschaftlichen Verbundenheit zwischen dem Künstler und Friedrich Wohlfarth, dem ehemaligen Bürgermeister von Königsbrunn.

1986 hatte Kruk zwei Jahre vor seinem Tod der Stadt insgesamt 73 Skulpturen und neun Zeichnungen vermacht. Seine Werke setzen markante Akzente an öffentlichen Plätzen Königsbrunns: Der "Jüngling mit der Taube" auf dem städtischen Friedhof, der "Speerwerfer" am Osteingang des Hans Wenninger-Stadions und die "Anna Jaroslawna" vor dem Rathaus, von Einheimischen gern als Brunnenkönigin bezeichnet.

Kruk wurde am 30. Oktober 1911 in Bratysziw (Westukraine) nahe Lemberg geboren, besuchte in Lemberg die Schule und die Kunstgewerbeschule. Es folgte ein Studium an der Kunstakademie in Krakau, wo er die Abschlussprüfung bei Professor Constantin Laszezka ablegte. Dann folgten ein Stipendium und Studium an der Hochschule für bildende Kunst in Berlin bei Professor Alfred Vocke, außerdem war Kruk Schüler von Professor Otto Hitzberger.

Kruk lebte seit 1937 in Deutschland und lehrte nach dem Kriege 1945 in München, wo er am 5. Dezember 1988 starb. Unermüdlich war sein Schaffen in seinem Atelier im Künstlerviertel Schwabing. 1964 überreichte Papst Paul VI. Kruk aus Dank für die von ihm gefertigte Porträtbüste im Vatikan eine Medaille.

Unzählige Publikationen zeugen heute von seinem Wirken und seinem Lebenswerk. In Toronto, London und vielen anderen Städten der Welt fanden Ausstellungen seiner Werke statt, doch in Königsbrunn ist wohl eine der größten Sammlungen zu sehen. (stö)
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