Spannender Einblick in die Polizei-Arbeit

Keine Angst vor dem Polizeihund hatten die Kinder beim Besuch der Königsbrunner Bepo. Foto: Stöbich
Königsbrunn : Königsbrunn | Ferienprogramm / Kinder informieren sich über Ausbildung in Königsbrunn
Peter Stöbich
Könuigsbrunn. Für viele der rund hundert Kinder, die im Rahmen des Ferienprogramms die Bereitschaftspolizei besuchen durften, steht ihr Berufswunsch jetzt fest: Hundeführer, Kriminalbeamter oder Streifenpolizistin ist cool! Die Abteilung in Königsbrunn ist die fünfte von insgesamt sieben Einrichtungen der Bayerischen Bereitschaftspolizei (Bepo). Mit Unterstützung der Stadträtinnen Brigitte Holz und Petra Zeininger fanden zwei interessante Besichtigungen statt; unter anderem standen eine Fahrt im Polizeiauto und ein Mittagessen in der Kantine auf dem Programm. Auch die Hundestaffel mit den Dienstaufgaben fand bei allen Kindern reges Interesse.
Viel Interessantes konnten die Teilnehmer am Ferienprogramm lernen: Sowohl im sozialen Bereich als auch auf gesellschaftlicher und sportlicher Ebene ist die Bepo bei Veranstaltungen in Königsbrunn häufig aktiv. So haben Polizeischüler der Ausbildungsseminare schon zahlreiche Projekte mit behinderten Kindern des Fritz-Felsenstein-Hauses durchgeführt.
Bei Benefiz-Fußballspielen mit den Datschiburger Kickers oder Konzerten mit dem Polizeiorchester Bayern haben die Beschäftigten der Königsbrunner Bepo mehrfach ihr soziales Engagement bewiesen: Weit mehr als 50.000 Euro konnten durch Benefizkonzerte und andere Spendenaktionen für bedürftige Menschen zur Verfügung gestellt werden.
Viele Königsbrunner haben beim Polizei-Sportverein schon ihre sportliche Heimat gefunden und betätigen sich auf den Sportanlagen in der Polizeiunterkunft. So waren die Sportstätten auch schon häufig Schauplatz von Meisterschaften, Vergleichwettkämpfen oder Punktspielen.
Schwerpunktaufgabe in Königsbrunn ist eindeutig die Ausbildung, aber auch eine Einsatzhundertschaft sowie einige Service-Einrichtungen gibt es. 30 Monate dauert die in fünf Abschnitte gegliederte Ausbildungszeit. Aufgrund unterschiedlicher Einstellungsdaten befinden sich die vier Ausbildungsseminare mit rund 120 Beamten in verschiedenen Ausbildungsabschnitten.
Seit März 2006 wird in Königsbrunn wie auch in den drei anderen Ausbildungsabteilungen in Bayern (Eichstätt, Würzburg, Sulzbach-Rosenberg) nach einem an vier Leitthemen orientierten Ausbildungsplan ausgebildet.
Die Betreiche Dienstbetrieb, Verkehr, Streife und Kriminalitätsbekämpfung sind in insgesamt 34 Module gegliedert, anhand derer die wesentlichen Tätigkeiten eines Inspektionsbeamten vermittelt werden.
Neben der fachlichen Kompetenz wird in der Ausbildung auch großer Wert auf den Bereich der Persönlichkeitsbildung gelegt. Denn den Beamten soll das Rüstzeug mitgegeben werden, um in den unterschiedlichsten Situationen angemessen auf das Gegenüber reagieren und mit eigenen Belastungen umgehen zu können.
Für das Einsatzgeschehen, vor allem im Bereich der beiden schwäbischen Polizeipräsidien, aber auch in Teilen der Polizeipräsidien Oberbayerns, stehen bei voller Besetzung drei Einsatzzüge mit rund 100 Beamten im Einsatz der 20. Einsatzhundertschaft zur Verfügung. An über 300 Tagen im Jahr sind Einsatzkräfte im gesamten Bundesgebiet unterwegs, bei Demonstrationen, Veranstaltungen, Fußballspielen, Vermisstensuchen und Razzien von Oberstdorf bis Berlin.
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