Zum Jubiläum ein Mammutprogramm: Königsbrunn feiert 2017 doppelt

Ein Wahrzeichen der Stadt ist der Brunnen vor dem Rathaus; ihn ziert eine Königinnenfigur des ukrainischen Bildhauers Gregor Kruk. Foto: Stöbich
Königsbrunn : Königsbrunn | Zum bevorstehenden Doppeljubiläum, das Königsbrunn im neuen Jahr feiert, laufen die Vorbereitungen bereits auf Hochtouren. Andreas Eser, der sich im Rathaus um die Organisation kümmert, stellt derzeit ein Buch zusammen, das auf rund 200 Seiten eine kurze Ortsgeschichte sowie Portraits der zahlreichen Vereine enthalten soll. Dass Königsbrunn vor 175 Jahren eine eigene Gemeinde wurde, will man am 7. Januar 2017 mit vielen Gästen in der Dreifach-Turnhalle feiern; dafür fällt der übliche Neujahrsempfang der Stadt am Dreikönigstag aus.
Zum 50. Jahrestag der Stadterhebung soll es am letzten Tag der Gautsch, am 2. Juli, einen großen Festumzug geben; für 22. Juli ist ein buntes Jubiläumsfest geplant. Neben diesen Höhepunkten gibt es kommendes Jahr noch viele weitere Attraktionen, denn auch Team des Kulturbüros hat für 2017 wieder einiges vor. So finden am 21. Mai der internationale Museumstag, am 10. Juni das Fest der Kulturen und am 24. November der Königsbrunner Archivherbst statt; die örtlichen Vereine werden das Doppeljubiläum mit eigenen Veranstaltungen bereichern, hofft man im Rathaus.
Den Auftakt zum Festjahr bildet das Dreikönigskonzert am Freitag, 6. Januar, in der Willy-Oppenländer-Halle. Kulturbüroleiterin Ursula Off-Melcher hat dafür den Philharmonischen Chor Augsburg verpflichtet; auf dem Programm stehen die "Carmina burana".
So kam der Ort zu seinem Namen: An der ehemaligen Hochstiftstraße ließ die Regierung unter König Ludwig I. im Jahre 1833 drei Brunnen graben. Sie dienten zur Versorgung der Fuhrleute und insbesondere der Wallfahrer in der menschenleeren Ödnis. Zwei dieser Brunnen lagen auf Königsbrunner Flur. Einer davon ist noch erhalten und als Gedenkbrunnen gestaltet.
Diese Brunnen erhielten von Reisenden und Bewohnern des Umlandes bald den Namen "Königsbrunnen". Sie begründen den Ursprung des Ortsnamens und waren Voraussetzung für die nachfolgende Besiedlung. Das Wappen der Stadt zeigt darum auf rotem Grund eine goldene Königskrone, die über einem aus dem unteren Schildrand aufwachsenden silbernen Ziehbrunnen schwebt.
Aus der überwiegend bäuerlich geprägten Siedlung wurde bald das längste Straßendorf Bayerns an der ehemaligen Römerstraße Via Claudia Augusta. 1939 zählte der Ort rund 3.000 Einwohner. Bei der Stadterhebung 1967 war die junge, aufstrebende Gemeinde bereits auf rund 11.000 Einwohner angewachsen. Das Rathaus wurde zur Stadterhebung 1967 erbaut.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.