Zweiter Bauabschnitt und neuer Spielplatz eingeweiht: Ein Park für Generationen

Neue Formen des Zusammenlebens werden in Königsbrunn verwirklicht. Foto: Stöbich
 
Ein schöner Spielplatz für 300.000 Euro steht den Kindern zur Verfügung. Foto: Stöbich
Königsbrunn : Königsbrunn |

Mit dem zweiten Bauabschnitt des Generationenparks an der Dietrich Bonhoeffer-Strasse hat die Gesellschaft für Wohnungsbau und Gewerbeansiedlung der Stadt Königsbrunn (GWG) jetzt ein wegweisendes Bauprojekt komplettiert. Es ist Preisträger des bayerischen Miteinander-Preises 2014 für vorbildliches Engagement im Bereich Inklusion des Freistaates Bayern.

Bei der Einweihung sprach GWG-Geschäftsführer Günther Riebel von einem "Dorf in der Stadt", denn mit dem zweiten Bauabschnitt gibt es jetzt insgesamt 87 Wohneinheiten und einen neuen Kinderspielplatz; dazu kommen eine dreigruppige integrative Kinderkrippe in Trägerschaft der evangelischen Gemeinde, Kräuterbeet und Kreativwerkstatt sowie ein Gäste-Appartement für Besucher und ein Waschsalon. Ein Teilbereich der Bonhoeffer-Straße wurde außerdem kindgerecht umgebaut.

Generationenpark bringt alle zusammen

Weit über die Grenzen von Königsbrunn hinaus gilt der Generationenpark als Vorzeigeobjekt. Denn der GWG als Tochtergesellschaft der Stadt ist es gelungen, gleich mehrere politisch aktuelle Themen – Wohnungsnot, Kinderbetreuung und Inklusion – in einer modernen Wohnform zu lösen. "Der Wandel in den Familienstrukturen, der in der Gesellschaft immer deutlicher zu beobachten ist, hat vor neun Jahren den Anstoß zu dem Projekt gegeben", sagte Riebel. „Wir sehen neue Formen des Zusammenlebens, gegenseitige Unterstützung ist deshalb gefragt.“ Dafür ist die Wohnanlage ausgelegt: Singles, Paare, Patchwork-Lebensgemeinschaften, Senioren, Alleinerziehende, Familien unterschiedlichster Herkunft und Nationalität, behinderte und nicht behinderte Menschen leben in einer aktiven Nachbarschaft zusammen.

Der Stadtrat hatte beschlossen, die Stichstraße zwischen den beiden Bauabschnitten zur Spielstraße umzugestalten. Durchgängige Beläge auf den Wegen sollen die Zusammengehörigkeit auch optisch unterstreichen, die Gebäude sind durch Laubengänge miteinander verbunden.

24 Sozialwohnungen

Im ersten Bauabschnitt waren auf einem 6000 Quadratmeter großen Grundstück bereits 57 Wohneinheiten geschaffen worden. Im zweiten Schritt wurde das Vorhaben nochmals um 30 Mietwohnungen erweitert; 24 davon sind öffentlich gefördert im Sinne des sozialen Wohnungsbaus.
Laut Riebel mangelt es ganz besonders an Sozialwohnungen: „Innerhalb von nur 15 Jahren hat sich der Bestand in Bayern nahezu halbiert; darum ist die Nachfrage heute so hoch“, schildert er die Marktsituation. Deshalb habe man einen hohen Anteil der neuen Wohneinheiten im Generationenpark als Sozialwohnungen realisiert. Alle sind barrierefrei, ein Teil genügt zudem noch höheren Ansprüchen und ist behindertengerecht gestaltet. Jede Wohneinheit verfügt über Terrasse, Balkon oder Dachterrasse.

Günstige Wohnungen und Mietzuschüsse - das GWG ist für alle offen

Von Vorteil ist, dass sich mehrere Häuser jeweils um einen gemeinschaftlich nutzbaren Innenhof gruppieren. Diese Höfe laden ebenso wie die Gemeinschaftsdachterrassen oder -räume zu Begegnungen ein. Die öffentliche Förderung bietet Mietzuschüsse für unterschiedliche Einkommensgruppen, so auch für Durchschnittsverdiener. Die Mietkosten liegen laut Riebel deutlich unter den ortsüblichen. Ein Teil der Wohnungen ist darüber hinaus freifinanziert, sodass sie auch Mietern ohne Wohnberechtigungsschein zur Verfügung stehen.
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