Gute Nachrichten bei der Königsbrunner Bürgerversammlung

Bürgermeister Franz Feigl konnte gute Nachrichten bei der Bürgerversammlung verkünden. Foto: Stöbich

Gleich eine ganze Reihe guter Nachrichten gab es bei der Bürgerversammlung für die Königsbrunner, die so zahlreich gekommen waren, dass einige von ihnen im überfüllten Saal sogar stehen mussten. Eineinhalb Stunden lang informierten Bürgermeister Franz Feigl und seine Mitarbeiter aus der Verwaltung die Zuhörer darüber, dass in der Stadt nicht nur für viele Millionen Euro gebaut und geplant, sondern auch kräftig gefeiert wird.

Denn im kommenden Jahr können Königsbrunn und Rab das 20. Jubiläum ihrer Städtepartnerschaft feiern und 2017 wird es sogar ein Doppeljubiläum geben: 175 Jahre Gemeinde und 50 Jahre Stadt Königsbrunn.
Damit nicht genug: Im neuen Jahr soll die Generalsanierung der kommunalen Schulbauten beginnen und an der Bodenseestraße der Bau einer Senioren-Wohnanlage. Als Ersatz für die Pumpenhalle des Wasserwerks aus dem Jahr 1980 ist ein Neubau geplant und auch sonst tut sich einiges in der Stadt. So wurde bei der Bürgerversammlung das Radverkehrskonzept vorgestellt, das sowohl die Steigerung der Verkehrssicherheit als auch eine Verringerung von Lärm und Abgasen zum Ziel hat. Die Benutzungspflicht der Radwege wurde aufgehoben und die Tempo-30-Zone im Zentrum zwischen den beiden Kreisverkehren ausgeweitet.
Viele Anregungen und Wünsche der Bürger sind in das Konzept mit eingeflossen. „Sämtliche Unfallauffälligkeiten und Gefährdungspunkte, Mängel an den Radwegen, Anbindungen an den ÖPNV und den Freizeitverkehr, die Sicherheit von Radlern und Fußgängern sowie viele weitere Punkte wurden berücksichtigt“, so der Bürgermeister.
Die zahlreichen Aufgaben wie zum Beispiel der Bau kommunaler Gebäude – Info-Pavillon, Jugendzentrum Matrix, Kindertagesstätte am Ilsesee – machen einen Ausgleich des städtischen Haushalts immer schwieriger, sagte Kämmerer Egon Köhler. Der Überschuss beträgt nur noch 63 000 Euro, dennoch wird dieses Jahr voraussichtlich keine Kreditaufnahme erforderlich sein. Während die Gewerbesteuer sinkt, steigt die Kreisumlage – in der Folge werde auch die Verschuldung steigen, kündigte Feigl an.
Er freute sich darüber, dass die Telekom etwa fünf Millionen Euro in den Breitbandausbau investiert. Schon Mitte Dezember sollen in der Stadt flächendeckend schnelle Internetverbindungen zur Verfügung stehen; dafür wurden in den vergangenen Monaten rund 25 Kilometer Glasfaserkabel verlegt und 49 neue Telefonverteilerschränke installiert. „Ein Quantensprung für unsere Bürger“, so Feigl, denn bisher waren die oft langen Kupferleitungen zum Privatkunden ein Hemmschuh für hohe Datenübertragungsraten.
Ein weiteres wichtiges Thema ist die Gestaltung der „neuen Mitte“ und der Bürgermeister- Wohlfarth-Straße, die Bauamts-Chef Werner Lohmann erläuterte. An zwei Wochenenden hatte es kürzlich eine Planungswerkstatt gegeben, bei der Landschafts- und Verkehrsplaner ihre Ideen präsentierten. Demnach soll das Zentrum zwischen den Kreisverkehren wieder zu einer Allee werden, wie es bis zum Ende der 1960er-Jahre war. Wichtig sei für ein attraktives Zentrum, den Verkehr von zirka 15 000 Fahrzeugen pro Tag deutlich zu verringern. Viele einzelne Punkte müssen jetzt noch näher untersucht werden; Lohmann will dazu bis Anfang 2016 eine Broschüre erstellen.
An weiteren Themen wurden bei der Bürgerversammlung die Schaffung bezahlbaren Wohnraums und die aktuelle Sicherheitslage angesprochen sowie die Osttangente, die Wasserversorgung und die Verlängerung der Straßenbahnlinie bis Königsbrunn.
Für Asylbewerber soll es ab Dezember auch in der Landsberger Straße Unterkünfte geben, kündigte der Bürgermeister an. Dann leben in Königsbrunn über 400 Flüchtlinge, von denen die meisten aus Syrien und Afghanistan kommen. Feigl dankte den mehr als Hundert ehrenamtlichen Helfern, die sich unentgeltlich um die Menschen kümmern.
von Peter Stöbich
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