Imagemappe signalisiert Widerstand gegen die Osttangente

Imagemappen werden an Berliner Politiker versandt.
In den kommenden Tagen erhalten einige Mitglieder des Verkehrsausschusses und des Bundestages eine Imagemappe der Bürgerinitiative Keine Autobahn Königsbrunn (BIKA), die sich seit Monaten gegen den Bau des 4. Teilabschnittes der „B2 Osttangente“ einsetzt.

Den Neu- oder Ausbau einer Bundesstraße auf Königsbrunner Flur lehnen Tausende engagierte Bürger und mehrere Bürgermeister der südlichen Gemeinden von Augsburg entschieden ab. Da die im BVWP 2030 eingereichten Anfangs- und Endpunkte der Trassenführung keine nachhaltige, regionale oder überregionale Lösung darstellen, fordern sie den 4. Teilabschnitt in der geplanten Form nicht in den BVWP 2030 aufzunehmen.

Bereits im April wurde diese Forderung an die höchste politische Ebene Deutschlands weitergegeben: Vertreter der BIKA übergaben über 11 000 Unterschriften gegen das geplante Projekt an Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt. Diese beachtliche Zahl zeigt, dass sich die Einwohner gegen den Bau einer autobahnähnlichen Straße durch das Stadt- und Trinkwasserschutzgebiet von Königsbrunn vehement einsetzen. Auch Im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung sind laut dem Bundesverkehrsministerium insgesamt 40 000 Stellungnahmen via Internet und per Post eingegangen. Besonders viele Einwände gab es nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur zur Osttangente. Die Bürgervertreter der BIKA sind der Meinung, dass dieser Protest nicht ignoriert werden darf und hoffen auf eine Berücksichtigung im überarbeiteten Entwurf des Bundesverkehrswegeplans, der noch im Juli dem Bundeskabinett vorgestellt werden soll.

Die Imagemappe mit über 70 Seiten enthält eine Übersicht aller Aktionen, die seit 2015 von engagierten Bürgern organisiert wurden. Visualisiert werden diese u. a. durch Fotos von der Radl-Sternfahrt entlang der geplanten Trasse, dem Auftritt der BIKA auf der Augsburger Frühjahrsausstellung, einem produzierten Imagefilm und dem Besuch des Bayerischen Fernsehens auf dem Pferdehof der Familie Rettinger, der direkt an der geplanten Trasse liegt. Auch die Berichterstattungen aus der Presse und dem Fernsehen wurden aufgelistet.

Dieses Skript soll den Berliner Politikern signalisieren, dass die Einwohner auch in Zukunft keine Mühen scheuen werden, weiter gegen dieses Projekt zu kämpfen. Die Bürgerinitiative ruft dazu auf, die Verkehrskonzepte im Hinblick auf eine bürgerfreundliche Planung verantwortungsvoll zu gestalten. Damit soll die gemeinsame Zukunft im schönen Süden von Augsburg lebenswert bleiben.
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