Jetzt reden die Königsbrunner mit

Noch schöner werden soll Königsbrunn durch eine Umgestaltung des Zentrums. Foto: Stöbich

Die Aufwertung ihres Zentrums lässt sich die Stadt Königsbrunn einiges an Geld und Mühe kosten: Im Oktober sollen Fachleute wie zum Beispiel Landschaftsarchitekten und Verkehrsplaner bei Workshops ihre Ideen und Konzepte zur attraktiveren Gestaltung des Königsbrunner Zentrums entwickeln. Zu ersten Ergebnis-Präsentationen möchte Stadtbaumeister Werner Lohmann dann auch die Bürger einladen, damit sie ihre Vorschläge mit einbringen können; ein genauer Termin steht noch nicht fest.

Es geht unter anderem um den Rückbau der Bürgermeister-Wohlfarth-Straße; auf dem gesamten Abschnitt zwischen den beiden Kreisverkehren gilt momentan Tempo 30. In der jüngsten Stadtratssitzung vor der Sommerpause stellte ein Planungsbüro die Grundzüge seines Entwurfs für die "Neue Mitte" in der größten Stadt des Landkreises vor; schon seit einigen Jahren wird über die künftige Gestaltung nachgedacht und teils kontrovers diskutiert.

Damit die ehemalige Straßensiedlung ein Zentrum bekommt, soll die dominierende Nord-Süd-Achse mit einer "Gegenachse" in Ost-West-Richtung verbunden werden. Im Treffpunkt der Achsen ist ein Platz vorgesehen. Auffallend ist dabei ein Wasserkanal zwischen Rathaus und Wohlfarth-Straße: Bürger könnten nördlich in der Gastronomie am Wasser sitzen und südlich davon im Schatten der Bäume. Zwei Fußgänger- und eine Autobrücke werden den Kanal queren; südlich des Kanals soll im großen Stil Wohnbebauung entstehen.

Zu den Vorstellungen der Planer gehört auch ein Kulturhaus - ein mehrgeschossiger Würfel mit Platz für die Stadtbücherei, einen Veranstaltungssaal und Gastronomie. Südlich davon entsteht der künftige Stadtplatz. Das ganze Konzept sei nur langfristig zu verwirklichen, signalisierten die Planer den Stadträten. Ob für die Arbeiten an der alten B 17 auch die Anlieger zur Kasse gebeten werden, steht laut Bürgermeister Franz Feigl noch nicht fest. Wie im benachbarten Bobingen gibt es zwar auch eine Straßenausbau-Beitragssatzung, die derzeit aber stark umstritten ist; in Königsbrunn wurde sie bisher noch nicht angewandt.
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