Königsbrunn bekommt jetzt einen Ulrichsplatz

Der Umgriff um die Kirche soll künftig Ulrichsplatz heißen. Foto: Stöbich


Auf Antrag von Pfarrer Bernd Weidner bekommt die Stadt Königsbrunn jetzt offiziell einen Ulrichsplatz. In seiner jüngsten Sitzung kam der Stadtrat einstimmig dem Wunsch der katholischen Kirchenstiftung nach, den Platz um die Ulrichskirche umzubenennen. Gleichzeitig wurde der Bereich vor der Kirche und nördlich davon öffentlich gewidmet, hier hat künftig die Stadt das Sagen. "Straßennamen müssen in erster Linie die sichere Orientierung ohne die Gefahr von Verwechslungen ermöglichen", so die Verwaltung in ihrer Stellungnahme. Das sei gegeben an, eine Verwechslung insbesondere mit der St.-Ulrich-Straße ausgeschlossen. Probleme bei der Orientierung oder der Auffindbarkeit weiterer Gebäude seien nicht zu erwarten.

In seinem Antrag nennt Weidner mehrere Gründe für den neuen Namen: Bei der Ulrichskirche seien in den vergangenen drei Jahren zwei Gebäude entstanden, "die wesentlich zu unserem katholischen Selbstverständnis und zum sozialen Profil der Stadt beitragen." Zudem habe St. Ulrich "als Denkmalskirche zur Erinnerung an die Lechfeldschlacht bei Königsbrunn eine hervorgehobene Bedeutung über die Stadtgrenzen hinaus." Verschiedene Wohnformen und soziale Dienstleistungen aller Art werden für zusätzliche Belebung auf dem Platz sorgen, so der Pfarrer.

Jetzt soll die Kirche die Adresse Ulrichsplatz 1 bekommen, das Wohnheim (mit den Räumen des Sozialpsychiatrischen Dienstes und des Hospizvereins) ist Ulrichsplatz 2, das Pfarrbüro Ulrichsplatz 3, das Gebäude der Tafel Ulrichsplatz 4. Die Kirchenverwaltung wird die mit der Umbenennung anfallenden Kosten übernehmen.

In der Sitzung befasste sich der Stadtrat mit einem weiteren Kirchengrundstück. Eine Fläche nordöstlich der Kreuzung der Schwabenstraße mit Raiffeisen-/Egerländerstraße war im Bebauungsplan "Zentrum VI - Beiderseits der Raiffeisenstraße" als Gemeinbedarf für kirchliche Zwecke ausgewiesen. Hier war vor Jahren vorgesehen, eine Neuapostolische Kirche zu errichten. Dies wird seit Langem nicht mehr verfolgt, das Areal wurde verkauft, es soll ein Einfamilienhaus entstehen. Damit baurechtlich alles seine Richtigkeit hat, wird der Bebauungsplan entsprechend geändert. (Peter Stöbich )
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