Stadt Königsbrunn übernimmt die halben Kosten

Königsbrunn : Königsbrunn | In seiner jüngsten Sitzung hat der Stadtrat einen ungewöhnlich hohen Zuschuss für die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde bewilligt: Maximal 62.500 Euro gibt es für die Behebung von Schäden an den Dächern des Gemeindezentrums und des angrenzenden Kindergartens Arche Noah. Das ist die Hälfte der geschätzten Kosten von 125.000 Euro und damit deutlich mehr als die sonst üblichen acht Prozent, mit denen die Stadt bisher ähnliche Projekte gefördert hat.
Der Hintergrund: In der Titanblechabdeckung hatte man schon vor Jahren Lochfraß festgestellt; vor zehn Jahren waren erstmals Mängel teilweise behoben worden. Jetzt sollen sie umfassend angegangen werden, ehe sie zu Gefahren für die Dachkonstruktion führen. In der Diskussion beantragte Walter Seckler, auch Mitglied im Vorstand der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde, die Ausbesserung in diesem Fall mit einem hohen Betrag zu unterstützen. Denn die Kirche unternehme ohne städtische Zuschüsse viel für die Instandhaltung ihrer Immobilien: 56.000 Euro seien in die Innenrenovierung von Arche Noah geflossen, für 12.000 Euro habe man die Fenster im Johannes-Kindergarten neu streichen lassen. Bei anderen Kindertagesstätten, die jetzt für viel Geld eine Generalsanierung durchführen lassen, sei der Unterhalt nicht gemacht worden.
Die Sprecher aller Fraktionen schlossen sich dieser Argumentation an. So sprach Helmut Schuler von einem Beispiel für mustergültige Gebäudeinstandhaltung, das man wohlwollend unterstützen solle. „Offensichtlich gibt es bei Trägern unterschiedliche Handlungsweisen“, bemerkte Florian Kubsch (SPD), „die einen gehen auf Generalsanierung, die anderen auf Unterhalt“. Eine Generalsanierung unterstützt die Stadt in der Regel mit 30 Prozent. Alwin Jung von den Grünen konnte sich vorstellen, bei städtischen Zuschüssen für Immobilien den Betreibern künftig eine Instandhaltungspflicht aufzuerlegen. Sie sollten dann eventuell jedes Jahr den Unterhalt nachweisen. Das hielt Bürgermeister Franz Feigl aber höächstens alle zwei Jahre für sinnvoll. Er sagte, dass es sich bei den Arbeiten am Dach des Kindergartens Arche Noah nicht um normalen Unterhalt handle, sondern um einen Baufolgeschaden, den jedoch keine Versicherung abdecke.
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