Teure Technik

Für Informations- und Kommunikationstechnik sind im nächsten Haushalt 242 000 Euro vorgesehen. Foto: Archiv

Wie viel sind dem Stadtrat die Königsbrunner Museen wert? An dieser Frage schieden sich in der jüngsten Sitzung des Stadtrats die Geister und es gab eine rege Diskussion über verschiedene Investitionen, die Kulturbüro-Leiterin Ursula Off-Melcher für das kommende Haushaltsjahr angemeldet hatte. Unter anderem wünschte sie sich für die Besucher des archäologischen und des Lechfeldmuseums 15 Audio-Führer zum Gesamtpreis von 3500 Euro.

Etwa 12 000 Euro sollten Hörsäulen am Mithräum kosten – das seien wichtige Anschaffungen auch im Hinblick auf das 50-jährige Stadtjubiläum in zwei Jahren, sagte Melcher und wurde dabei von Ratsmitglied Alwin Jung (Grüne) mit Nachdruck unterstützt. Doch Bürgermeister Franz Feigl und die Mehrheit des Gremiums wiesen auf den schwierigen Haushalt 2016 hin, in dem ein zweistelliger Millionenbetrag für Investitionen geplant ist, und strichen diese Wünsche des Kulturbüros fürs kommende Jahr. Weitere Möglichkeiten, um Geld zu sparen, werden laut Feigl noch gesucht.
Auch eine ordentliche Beleuchtung der Schaufenster vor dem Büro war den Räten zumindest zum jetzigen Zeitpunkt nicht wichtig – im Gegensatz zur Informations- und Kommunikationstechnik, für die im nächsten Haushalt 242 000 Euro vorgesehen sind. Immerhin sind im Rathaus 130 PCs sowie 70 Arbeitsplatz-Drucker im Einsatz; der Gesamtaustausch der Drucker kostet 25 000 Euro, außerdem sollen eine zentrale Adressenverwaltung sowie eine neue Viren-Software installiert werden.
Keine lange Debatte gab es im Stadtrat über die Zuschuss-Vergabe von 22 000 Euro an kulturelle Gruppen und Vereine.
Über finanzielle Unterstützung dürfen sich unter anderem das Königsbrunner Kammerorchester, der Verein „Kultur lebt in Königsbrunn“ oder der Gesangverein „Vox Corona“ freuen, der für zwei Konzerte 4000 Euro beantragt hatte. Von Peter Stöbch
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