Über 500 Königsbrunner Einsprüche gegen die Osttangente reisen nach Berlin

Bürgermeister Franz Feigl und die BIKA senden Einsprüche nach Berlin.
Eine enorme Resonanz zeigte sich in den letzten Wochen, in denen Bürgermeister Franz Feigl (CSU) gemeinsam mit der Bürgerinitiative Keine Autobahn Königsbrunn (BIKA) zur Öffentlichkeitsbeteiligung gegen den 4. Bauabschnitt der vierspurigen Bundesstraße aufrief. Eine Hilfestellung zur Erstellung ihres Einspruchs bekamen die Königsbrunner nicht nur in Form eines informativen Bürgerschreibens. An mehreren Tagen konnten sie im Rathaus mit Unterstützung eines Mitarbeiters der Stadt ihre Argumente gegen die Osttangente formulieren und als Brief ausdrucken lassen. „Der Andrang ist beeindruckend“, freute sich Bürgermeister Feigl. Dies zeige nicht nur den starken Zusammenhalt seiner Bürger, sondern auch wie stark sie sich mit ihrer Wohnstadt verbunden fühlen, erklärte er. Gründe gegen den geplanten 4. Bauabschnitt gibt es viele. Mittlerweile hat selbst das Umweltbundesamt (UBA) bei der ersten Analyse des Referentenentwurfs festgestellt, dass elf der zwölf im eigenen Umweltbericht gesetzten Ziele nicht erreicht werden. Die Osttangente Augsburg ist unter den Projekten, auf die wegen der hohen Eingriffe in die Natur und dem hohen Flächenverbrauch verzichtet werden sollte. Auch die regionalen Politiker wollen die vierspurige Schnellstraße, wie sie im Bundesverkehrswegeplan vorgesehen ist, nicht. Auf der Versammlung des Bayerischen Bauernverbandes in Merching machten letzte Woche der Bundestagsabgeordnete Hansjörg Durz, der Landtagsabgeordnete Peter Tomaschko und Landrat Dr. Klaus Metzger deutlich, dass sie lediglich eine Entlastung für die Bürgerinnen und Bürger in Friedberg, Kissing und Mering, aber keinen autobahnähnlichen Ausbau und schon gar keinen 4. Teilabschnitt wollen. Dass die Königsbrunner in der Osttangente keinen Nutzen, sondern nur eine Belastung sehen, konnte man am Donnerstag bei der Leerung der Sammelboxen sehen. Über 500 Einsprüche sind allein in den letzten drei Wochen in schriftlicher Form abgegeben worden. Gemeinsam mit Bürgermeister Franz Feigl schickt die BIKA am Freitag eine Delegation nach Berlin in das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, um dort mit den Briefen den Widerstand ihrer Stadt gegen die geplante Osttangente deutlich zu machen. Bis zum Montag, 2. Mai 2016 können Einsprüche noch über das Online-Formular abgegeben werden.
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