Eingespielte Teams im Stangenwald

Monika Dirr vom Reitsportzentrum Illertissen gewann auf Chicca d´Oro nicht nur den Großen Preis, das schwerste S*-Springen, in Königsbrunn, sondern wurde auch schwäbische Vizemeisterin. Foto: Alexander Götzfried (Foto: Alexander Götzfried)
 
Der neue schwäbische Meister im Springreiten Edwin Schmuck aus Illertissen (rotes Jackett) mit seinen erfolgreichen Kollegen (hinten v. l.) Vizemeisterin Monika Dirr, Markus Rudolph (Platz 3) sowie (vorne v. l.) Benjamin Honold (Platz 5) und Thomas Hahn (Platz 4). Foto: Alexander Götzfried (Foto: Alexander Götzfried)

Schwäbische Titelkämpfe im Reitclub Ulrichshof in Königsbrunn; Edwin Schmuck aus Illertissen und Chantelle Bremer aus Donauwörth sind die neuen Meister im Springreiten
 

In der Nacht, bevor das dreitägige Springturnier um die schwäbischen Meisterschaften im Reitclub Ulrichshof Königsbrunn beginnen sollte, hatte sich der Vorsitzende Peter Breitner noch große Sorgen gemacht. Über Stunden regnete es in Strömen. Und das kurz vor dem Jubiläumsturnier zum 45-jährigen Bestehen des Vereins. „Ich hatte die Befürchtung, dass wir wegschwimmen“, gestand der Vorsitzende. Weil der Regen am nächsten Morgen aber pünktlich mit dem Beginn der ersten Springprüfung versiegte und dem Verein prächtiges Sommerwetter beschieden war, konnten die Titelkämpfe unter besten Bedingungen stattfinden.

In drei hochklassigen Prüfungen ritt bei den Männern nach längerer Pause einmal wieder Edwin Schmuck vom Reitsportzentrum Illertissen zum Meistertitel. Auf Fitzgeraldos gelang es ihm, nach vierjähriger Dominanz Patrick Afflerbach vom RV Königsbrunn Gut Fohlenhof abzulösen.
Dabei hatte der neue Meister seinem Siegerpferd Fitzgeraldos eigentlich eine Turnierpause gönnen wollen. Weil aber ein anderes Pferd ausgefallen war, entschied sich Schmuck doch dafür, mit dem 14-jährigen Wallach die sportlichen Herausforderung über drei S-Springen anzugehen. „Ich reite hier ja jedes Jahr mit. Da will man dann auch gut sein“, begründete Schmuck die Wahl seines Pferdes, das bereits in Drei-Sterne-S-Prüfungen Spitzenplatzierungen geholt hat.
Allerdings war nicht nur das Pferd an den drei Turniertagen schwer gefordert, sondern auch Schmuck selbst. Schließlich hatte er sechs Schüler dabei, die er vor den Springen coachte. „Ich bin bei allen am Abreiteplatz dabei und gebe Tipps. Die meisten sind ja doch noch ziemlich nervös“, erzählt Schmuck. Angesichts der Doppelbelastung als Meisterschaftsreiter und Trainer hatte er für sich selbst nur zwei Pferde dabei. Den Titel sicherte sich der Routinier aus Illertissen dennoch. Im Finale, dem Großen Preis am Sonntag, zog er dank Platz vier im Stechen am bis dahin führenden Markus Rudolph vom RFV Bad Wörishofen vorbei. Seine Stallkollegin Monika Dirr entpuppte sich im Finalspringen als größte Konkurrentin, denn sie gewann auf ihrer schnellen Stute Chicca d´Oro die schwerste Prüfung des Wochenendes ohne Fehler und mit der schnellsten Zeit im Stechen. Damit belegte die Amazone in der Meisterschaftswertung bei den Reitern unter vorwiegend männlicher Konkurrenz Platz zwei noch vor Markus Rudolph auf Shakira.

Damen

In der Frauenwertung gab es hingegen ein neue Titelträgerin: Chantelle Bremer vom RFV Donauwörth-Mertingen. Bei den Junioren und Jungen Reitern war die 23-Jährige bereits Meisterin, jetzt gelang ihr der Titelgewinn erstmals in der Erwachsenenklasse. Wie bei ihren anderen Erfolgen auch hatte sie Quadro gesattelt, einen zwölfjährigen Wallach, den sie seit sechs Jahren reitet und trainiert. „Ein Meisterpferd und ein Siegerpferd. Wir sind ein eingespieltes Team“, schwärmt Chantelle Bremer von ihrem Braunen. Die Konkurrentinnen Alexandra Paul (RFV Altusried) mit Albert Zweistein und Lisa Zoller (RC RH Zoltingen) mit Casanova Royal mussten sich hinter dem neuen Meisterpaar einreihen.

Jugend


Bei den Jungen Reitern war Anton Lein vom RFV Bad Wörishofen) auf Athena Grande das Maß aller Dinge, da er zwei der drei Wertungsprüfungen gewann. Damit sicherte er sich den Titel vor Andreas Barth (RFV Weißenhorn) und Tim Honold (RFV Memmingen). Bei den Junioren I setzte sich Eva-Maria Nigl von der SVG Langerringen auf Darina durch vor Emma Rock (RFV Marktoberdorf) und Chiara Waldmann (RSV Oberallgäu Oberstdorf). Erfolgreichste Meisterschaftsreiterin für die Gastgeber vom Reitclub Ulrichshof war Katja Rudel. Sie belegte auf Grafiti R Platz fünf in der Klasse Junioren I. Den Meistertitel bei den Junioren II gewann ebenfalls eine junge Reiterin von der SVG Langerringen, Sandra Schmid auf Casino. Seit er drei Jahre alt ist, habe die Reitsportfamilie Schmid den Schimmelwallach in ihrem Besitz, jetzt ist er sechs und trug die 14-Jährige zu Meisterschaftsehren. Hinter Schmid platzierten sich Johanna Lein (RFV Bad Wörishofen) und Tamara Langhof (RFV Markt Erkheim) auf den Plätzen zwei und drei.  Von Andrea Bogenreuther



Alle Turnier-Ergebnisse unter www.rc-ulrichshof.de
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