Eishockey – Hartes Spiel mit Herzschlagfinale und ohne shake hands …

Am Freitag Abend brachte das Schülerteam des EV Königsbrunn nach einer harten, hitzigen und spannungsgeladenen Partie gegen Peißenberg einem 5:6 Sieg nach Penaltyschießen nach Hause.

Bereits in der ersten Spielminute ging die Türe zur Strafbank für die Peißenberger Eishackler auf. Körperbetont und hart gingen die Gastgeber von Beginn an ans Werk. Etwas irritiert versuchten die Pinguine zwar ihren Spielaufbau zu gestalten, hatten aber Probleme die Scheibe im Spielfluss zu halten. Auch den Puck aus dem eigenen Drittel zu bekommen zeigte sich nicht immer als leichte Aufgabe, und so sah man schon förmlich das Tor kommen. Die Peißenberger drückten mit ihrer einen starken Sturmreihe kräftig nach vorne. Mit Treffern in der 6. und 10. Spielminute setzten die Hausherren ihre Marke zur 2:0 Führung. Hier dachte ich noch, die Schiris können durch konsequentes Pfeifen dem Spiel die Härte und dadurch auch das Verletzungsrisiko nehmen. Ihr Unterzahlspiel in der 14. Spielminute nutzen die Pinguine nun endlich gekonnt für sich und rutschen zum 2:1 nach. Mutig und tapfer blieben die Königsbrunner im Spiel, schossen zwar auch immer wieder dem Gegner den Puck direkt auf die Kelle, konnten aber verdient 17 Sekunden vor dem Sirenenton zum 2:2 nachlegen.
Das Mitteldrittel war dann verletzungsbedingt nicht gerade den Pinguinen ihr Drittel. Zwei Spieler konnten definitiv nicht weiterspielen und der eingesetzte Knaben-Hochspieler hatte auch ganz schön Respekt vor dem Gegner. In dem immer hitziger werdenden Spiel konnten die Peißenberger noch drei weitere Treffer verbuchen, und die Königsbrunner lediglich nur einen. Die Hausherren hatten an diesem Tag einfach das Quäntchen mehr Glück auf der Kelle. Somit ging es mit einem 5:3 Rückstand für die Pinguine in die letzte Pause.
Mit etwas Bangen auf den Zuschauerreihen ging es dann in die letzten 20 Spielminuten. Coach Andy Römer briefte aber seine Jungs in der Kabinenansprache auf Besonnenheit und Konzentration aufs eigentliche Spiel. So gelangen den Pinguinen mit starkem Einsatz noch zwei Treffer, einer davon knapp vor der Schlusssirene zum 5:5 Unentschieden. Nun stand mal wieder Penaltyschießen auf dem Programm. Die Spannung lag förmlich in der Luft. Mit dem dritten Versuch konnten die Pinguine bereits den Sack zum 5:6 n.P. zumachen. Respekt vor dieser Mannschaft, die über 60 Spielminuten einem Rückstand hinterherliefen und dann letztendlich noch zwei Punkte auf ihr Konto schreiben können.
Nachdem die gegnerische Torhüterhin bereits das Eis verlassen hatte, hielt Coach Andy Römer nach Rücksprache mit dem Peißenberger Kollegen seine Spieler vom shake hands zurück, um das Konfliktpotential zu minimieren. Das ist aber nicht als unsportliche Geste zu verstehen, sondern diente der Deeskalation beider Teams. An dieser Stelle gute Besserung an die verletzten Spieler, denn auch von Peißenberg hat es einen Spieler unglücklich am Knie erwischt.

Peißenberg : EV Königsbrunn Die Pinguine 5:6 n.P. (2:2) (3:1) (0:2)
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