Erstes Kräftemessen mit den Wölfen

Hayden Trupp verletzte sich im letzten Spiel und wird am Sonntag ausfallen.
 
Henning Schütz nahm den Kampf gegen die Mighty Dogs an und erzielte zwei Scorerpunkte.
Bad Kissingen: Eissporthalle Bad Kissingen | Am Sonntag ab 18 Uhr kommt es für den EHC Königsbrunn zum ersten Aufeinandertreffen mit den Wölfen des EC Bad Kissingen. In der Auswärtspartie werden die Weichen für ein Weiterkommen gestellt, wer zwei von maximal drei Spielen gewinnt rückt ins Finale der Play-offs vor.

Die Wölfe starteten nur mäßig in die Gruppenphase der Landesliga I. Am Ende stand Bad Kissingen nach acht Siegen und sechs Niederlagen lediglich auf Rang drei. Mit 17 Punkten Abstand auf den erstplatzierten ERV Schweinfurt ging es dann in die Zwischenrunde. Die Wölfe profitierten nun von einer neuen Regelung des Bayrischen Eissportverbandes und leisteten sich danach einige Verstärkungen für ihr Team. So stehen aktuell bis zu sechs Ausländer in den Reihen der Unterfranken und sorgen für eine deutliche Aufwertung des bestehenden Kaders. Trainiert wird die Mannschaft von dem in Odessa geborenen Deutsch-Ukrainer Mikhail Nemirowsky. Dieser startete seine Karriere beim russischen Superligisten Spartak Moskau, in Deutschland stürmte er für Hannover in der DEL. Unter anderem war er auch im Sturm des damaligen Oberligisten und Lokalrivalen ERV Schweinfurt aktiv, Erfahrung sammelte er in allen höheren deutschen Spielklassen. Nun ist er als Spielertrainer auf der rechten Außenstürmer-Position für die Kurstädter unterwegs und im Alter von 42 Jahren immer noch brandgefährlich. Mit dem 26-jährigen Rami Häikkilä und dem gleichaltrigen Niko Samuel Grönstrand stehen den Wölfen zwei erfahrene finnische Defensivspezialisten zur Verfügung, beide haben schon als Stürmer gespielt. Im illustren internationalen Kader sind auch zwei gebürtige Russen mit deutschem Pass zu finden. In der Verteidigung steht laut Webseite der Gastgeber der 105 kg schwere Jewgenij Prochorow, im Sturm gibt sich der 25-jährige Center Viktor Ledin die Ehre. Dazu stehen im Kader noch drei weitere EU-Ausländer, die Torhüterposition besetzt der 22-jährige Lette Donatas Zukovas. Im Sturm haben die Kissinger mit dem 20-jährigen litauischen U20-Nationalspieler Donatas Vitte und dem 39-jährigen Letten Romans Nikitins zwei weitere Spieler aus dem Baltikum im Aufgebot. Komplettiert wird der bunte Ländermix durch den 34-jährigen Kanadier Chad Evans, er wechselte aus Herford zu den Wölfen. Mit diesem Kader, der sich wie ein internationales Auswahlteam liest, landete Bad Kissingen in der Zwischenrunde auf Platz eins. Im Viertelfinale setzten sich die Wölfe dann mit 7:3 und 6:4 gegen Pfronten durch. Für Königsbrunn also eine ganz schwere Aufgabe, denn der EHC hat noch mit Verletzungspech zu kämpfen.

Die Brunnenstädter erfüllten sich mit dem Sieg gegen die Schweinfurter „Mighty Dogs“ den Traum vom Halbfinale, und das obwohl viele wichtige Schlüsselspieler pausieren mussten. Denn von der Bestbesetzung fehlten in der ersten Reihe Patrick Zimmermann und zwei Drittel lang Hayden Trupp. Dazu musste EHC-Coach Erwin Halusa auch die zweite und dritte Reihe umstellen um die Leistungsträger Dominik Zimmermann und Maxi Merkle zu ersetzen. Umso höher ist die Leistung derer zu bewerten, die normalerweise nicht im Fokus der Berichterstattung stehen und in Schweinfurt die Sensation perfekt machten. Mit Teamgeist und aufopferungsvollem Kampf verdiente sich die Mannschaft das Halbfinale. Gegen die hochkarätig besetzten Kissinger Wölfe will der EHC für eine weitere Überraschung sorgen, auch wenn voraussichtlich Dominik Zimmermann und Hayden Trupp weiter fehlen werden. Letzterer zog sich in der letzten Partie eine Verletzung zu und wird derzeit behandelt. Doch die Mannschaft glaubt an ihre Chance auf ein Endspiel gegen Dingolfing oder Füssen.

EHC-Vorstand Tim Bertele macht eine deutliche Ansage an Bad Kissingen: „Nach unserem Weiterkommen im Viertelfinale wollen wir nun natürlich auch ins Finale. Am Sonntag soll der Grundstein dafür gelegt werden. Zudem halte ich nichts von der Politik, sich in der Landesliga mit sechs Ausländern zu verstärken. Wir wollen in der Serie beweisen, dass man auch mit deutschen Spielern das Finale erreichen kann!“
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