Königsbrunn schafft die Sensation

Nach dem Abpfiff war die Freude groß.
 
Hayden Trupp bereitete den ersten Treffer vor, fiel danach aber aus.
Schweinfurt: Icedome | Nach einer intensiv geführten Partie am Sonntagabend stand am Ende der EHC Königsbrunn als Gewinner fest. Trotz des scheinbar klaren 3:0 Siegs über die „Mighty Dogs“ des ERV Schweinfurt war die Partie bis zum Ende hochspannend, die Brunnenstädter stehen nun überraschend im Halbfinale der Play-offs.

Beide Mannschaften hatten vor Spielbeginn weitere Ausfälle kompensieren. Der für Schweinfurt spielende Kanadier Dion Campbell war zwar noch am Freitag Torschütze im Hinspiel, fiel dann aber aufgrund einer Blinddarmentzündung aus. Bei Königsbrunn fehlten gleich zwei Leistungsträger, für EHC Coach Erwin Halusa galt es Top-Scorer Patrick Zimmermann und Maxi Merkle zu ersetzen. Mit komplett neu formierten Reihen startete Königsbrunn nun in die Partie. Dabei verletzte sich Hayden Trupp gleich in der ersten Spielminute im Gesicht und musste zuerst behandelt werden. Schweinfurt machte von Anfang an mächtig Druck und demonstrierte Siegeswillen. Beide Mannschaften lieferten sich einen harten, aber bis zum Ende fairen Kampf. Erst nach fünf Spielminuten schaffte es der EHC sich aus dem eisernen Griff der Mighty Dogs zu befreien, zudem konnte Hayden Trupp wieder in die Partie eingreifen. Königsbrunn präsentierte sich jetzt als Gegner auf Augenhöhe und generierte nun auch Chancen. In der 18. Spielminute verhinderte der Pfosten eine Führung der Königsbrunner, mit dem leistungsgerechten 0:0 ging es dann in die erste Pause. Auch im zweiten Spielabschnitt erwischte Schweinfurt den besseren Start und schnürte den EHC zunächst in der Defensive ein, doch den ersten Treffer erzielte Königsbrunn. Nach nur vier Minuten im zweiten Drittel bediente Hayden Trupp den langsamen Defensiv-Chef Marc Streicher, dieser zog einfach mal ab und überwand mit seinem verdeckten Schuss den Schweinfurter Keeper. Der Jubel bei den Königsbrunner Spielern war zwar groß, doch kurz darauf verletzte sich Hayden Trupp ohne Fremdeinwirkung und fiel für den Rest des Spiels aus. Die Mighty Dogs setzten nun energisch dagegen, der EHC sammelte resultierend daraus fleißig Strafzeiten. Vier Minuten vor Drittelende hatte Schweinfurt sogar doppelte Überzahl, verpasste es aber den Ausgleich zu schießen. Königsbrunns Torhüter Markus Kring zeigte eine herausragende Partie und hielt an seinem Geburtstag jeden Schuss des Gegners. Mit dem 1:0 ging es dann in die letzte Pause. Nach Wiederanpfiff begannen die Mighty Dogs ihre Schlussoffensive, es war ein Spiel auf ein Tor. Doch mit etwas Glück und viel Einsatz verhinderte der EHC einen Treffer, auch eine weitere doppelte Überzahlsituation konnten die Gastgeber nicht nutzen. Das sollte sich rächen, denn Lukas Fettinger nutzte einen Konter zum 2:0. Auch einen kurz danach zugesprochenen Penalty konnten die Gastgeber nicht verwerten. Schweinfurt musste nun alles auf eine Karte setzen und den Tormann zugunsten eines weiteren Spielers vom Eis nehmen. Doch auch diese letzte Maßnahme fruchtete nicht, nach Scheibenverlust der Mighty Dogs netzte Henning Schütz ins leere Tor zum 3:0 Endstand ein. Schweinfurt verliert nach großem Kampf gegen sehr clever und glücklich agierende Königsbrunner, der EHC steht nun im Halbfinale gegen Bad Kissingen.

In der Pressekonferenz war EHC-Coach Erwin Halusa glücklich über den Sieg: „Heute haben wir den Kampf von Anfang an angenommen und hatten das Glück des Tüchtigen auf unserer Seite. Zudem hat unser lange Zeit verletzte Goalie überragend gehalten und uns im Spiel gehalten.“

Tore: 1:0 Streicher (Trupp) (24.), 2:0 Fettinger (Schütz) (56.), 3:0 Schütz (60.)

Strafminuten: ERV Schweinfurt 12 EHC Königsbrunn 20 Zuschauer: 859
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