Michaela Beer verteidigt ihren schwäbischen Meister-Titel im Dressurreiten

Auf Campione verteidigte Michaela Beer beim Turnier im Reitclub Ulrichshof in Königsbrunn ihren schwäbischen Meistertitel in der Dressur. Foto: Alexander Götzfried (Foto: Alexander Götzfried)
 
Lisa Müller, Frau von Fußball-Profi Thomas Müller, gewann beim Turnier im Reitclub Ulrichshof Königsbrunn auf Anne Beth den Intermediaire II. Foto: Alexander Götzfried (Foto: Alexander Götzfried)

Lisa Müller gewinnt S***-Prüfung und lobt die Gastgeber vom Reitclub Ulrichshof Königsbrunn


Michaela Beer vom RFZV Babenhausen ist und bleibt Schwabens beste Dressurreiterin. Bei den Bezirksmeisterschaften im Reitclub Ulrichshof Königsbrunn verteidigte sie ganz souverän ihren Titel aus dem Vorjahr. Begünstigt allerdings durch das Fernbleiben einiger starker Konkurrenten und Konkurrentinnen, wie beispielsweise Martin Stechele (RFV Bobingen), Frank Freund (RFV Bad Wörishofen) oder die Vorjahreszweite Christiane Schwärzler (RFV Oberreuthe Ihlingshof). Sie hat derzeit kein Pferd auf diesem Niveau zur Verfügung.

Eine Tatsache, die auch die alte und neue schwäbische Meisterin bedauerte. „Im vergangenen Jahr gab es ja einen spannenden Zweikampf mit mir und Christiane. Mir macht es natürlich auch mehr Spaß, wenn es enger zugeht“, sagte Michaela Beer. Auch sie war enttäuscht, dass sich nicht mehr Teilnehmer für die Titelkämpfe in Königsbrunn einfanden. „Ich kann es nicht so richtig verstehen, dass so wenige Reiter teilnehmen.“ Zumal die Bedingungen wie Wetter und Bodenverhältnisse an den drei Turniertagen kaum besser hätten sein können. Platz zwei in der Meisterschaft sicherte sich Ramona Ritzel vom RFV Bad Wörishofen auf Superdry vor Dr. Stefan Hümpfner (RFV Schwabmünchen) mit Dalina.

Campione ist "ein tolles Pferd"

Doch unangefochten von der Konkurrenz ritt die Titelverteidigerin Michaela Beer in jeder einzelnen der drei Wertungsprüfung zur Meisterschaft mit ihrem zwölfjährigen Wallach Campione an die Spitze. Sie gewann den Grand Prix Special*, den Prix St. Georges und schließlich auch das Finale, einen Intermediaire I. Dabei sei ihr Siegerpferd, das ehemalige Springpferd Campione, eigentlich noch recht unerfahren auf diesem hohen Dressur-Niveau. „Im März 2016 ist er ja erst seine erste M-Dressur gegangen und jetzt läuft er den Inter I“, berichtet Beer über ihren talentierten Vierbeiner.

Ob sie dem Wallach allerdings auch noch die Höchstschwierigkeiten der Großen Tour wie Piaffe und Passage beibringen kann, kann sie noch nicht abschätzen. „Wir haben schon ein bisschen mit Passage angefangen und wollen den Winter dann weiter dafür nutzen. Aber wenn er das nicht lernt, dann bleibt er eben ein tolles Pferd für die kleine Tour“, ist Beer auch jetzt schon hochzufrieden mit ihrem Meisterpferd.

Große Tour: Frau von Thomas Müller als Zuschauermagnet

Jene Vierbeiner, die Piaffe und Passage bereits bestens beherrschen, starteten am Ulrichshof in den zwei Prüfungen der Großen Tour. Für den deutlich größeren Zuschauerzuspruch als in den Jahren zuvor sorgte dabei sicherlich Lisa Müller, die Ehefrau von Fußballprofi Thomas Müller vom FC Bayern München, deren Auftritt in Königsbrunn mit Spannung erwartet worden war. Und sie enttäuschte die Zuschauer nicht.
Mit ihrer braunen Stute Anne Beth leistete sich Lisa Müller im Intermediaire II zwar noch kleine Fehler in der Galoppwechsel-Tour und wurde hinter dem Sieger Uwe Schwanz und dem Zweitplatzierten Matthias Kempkes Dritte. Am zweiten Tag aber trat der große Favorit Uwe Schwanz nicht mehr an – und Lisa Müller ergriff ihre Chance. Sie zeigte in der S***-Prüfung mit Piaffe und Passage im Sattel von Anne Beth die beste Vorstellung und gewann mit 68,158 Prozent.

Im Anschluss an ihren Sieg verteilte die prominente Reiterin ein Kompliment an die Gastgeber: „Das hier ist wirklich ein superschönes Turnier. Ich bin begeistert von den Böden und den Plätzen und würde gern wiederkommen.“ Zu den wenigen Teilnehmern in den hohen Klassen sagte sie mit Blick auf die Grand-Prix-Reiter Uwe Schwanz und Matthias Kempkes oder die bayerische U25-Meisterin Lena Grundlage aus Nürnberg: „Es waren zwar nicht viele Reiter da, aber qualitativ sehr gute. Ich habe auch nicht gewusst, dass dieses Turnier so groß ist, würde mich aber freuen, wenn sie das herumspricht.“
Während die hohen Klassen eher spärlich besetzt waren, konnten sich die Veranstalter vom RCU dafür über große Teilnehmerzahlen in den kleineren und mittleren Prüfungen freuen. Ebenso wie über Erfolge der eigenen Reiter. Darunter der Sieg von Verena-Maria Holbe in der S*-Dressur auf Rispetto sowie Platz drei von Daniela Herzog auf White Pepper in der M**-Kür. Ebenfalls auf Platz drei kam Beatrice Schmidt auf Elodie in der L-Kandaren-Prüfung, Sarah Wagner belegte Platz zwei in der Dressurreiter A.
Mit den Meisterschaftsehrungen für Reiter, Junge Reiter sowie den Junioren I und II endeten die Turniertage im Ulrichshof, die laut Königsbrunns 2. Bürgermeisterin Barbara Jaser einmal mehr „Hervorragendes fürs Auge“ geboten hatten.
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