Silber beim Internationalen ZOLOTOV CUP in Russland

(Foto: Felix Kuntoro)

Geglückte Generalprobe für Königsbrunner Sportakrobatinnen

Kurz vor der Europameisterschaft in Polen trumpfen die Sportakrobatinnen Nicole Boxler und Sophie Kirschner mit einem zweiten Platz beim Zolotov Cup im russischen Weliki Novgorod auf.

Ganz im Zeichen der kommenden Europameisterschaften in Polen reisten Nicole Boxler und Sophie Kirschner Anfang September unter der Obhut von Bundestrainer Igor Blintsov nach Russland zum Zolotov Cup.

Im internationalen Format wird dieser Pokal im jährlichen Turnus in Weliki Novgorod, einer 220.000 Einwohner zählenden Großstadt 180 km südsüdöstlich von Sankt Petersburg und nördlich des Ilmensees, ausgetragen. Vorab hatten sich die beiden Sportakrobatinnen des TSV Friedberg zusammen mit der deutschen Nationalmannschaft in Pfungstadt im Bundesleistungszentrum vorbereitet. Der Zolotov Cup war nun die letzte große Probe vor den Europameisterschaften in Polen Anfang Oktober.

Heimtrainerin Nina Wente (TSV Friedberg) war ebenfalls mit von der Partie, um genau zu beobachten woran bis zur Europameisterschaft im Training noch gearbeitet werden muss, doch dieses Mal lag die Betreuerehre beim Bundestrainer. So konnten sich die Mädchen schon mal an die Gegebenheiten bei der Europameisterschaft gewöhnen, denn jede internationale Begegnung stellt für sie aufs Neue eine Herausforderung der besonderen Art dar.

Nach Fauxpas am zweiten Tag: Erfolg im Finale

Die Juniorinnen starteten sehr gut in den Wettkampf, ihre Balanceübung gelang wie gewünscht. Dadurch erreichten beide eine sagenhafte Punktewertung von 27.70 Zählern. Den letzten Kick versetzten Nicole und Sophie ihrer Übung bei diesem Auftritt mit ihren neuen Wettkampftrikots, die sie eigens für diese Übung ausgewählt hatten und damit die gezeigten Leistungen optisch gleich nochmals aufpolierten. Obwohl die Konkurrenz aus Russland, Weißrussland und Moldawien ein Optimum an Stärke bewiesen, freuten sich Nicole und Sophie schon nach der ersten Übung über einen zweiten Zwischenrang.

Am zweiten Wettkampftag geschah bei der Dynamic Übung dann das Unvorstellbare – Sturz beim Doppelsalto. Beim sonst so sicheren Element stimmte das Timing und die Richtung nicht wie gewohnt, so dass Sophie bei der Landung nach hinten abrollen musste. Doch als Profis wie bei ihnen, hielten die Nerven, so dass sie ihre Übung souverän und unbeeindruckt beenden konnten. Durch diesen Fauxpas ließen sie jedoch einige Zähler liegen, holten immerhin noch eine 25.90 Punktewertung heraus, rutschten aber zugleich auf den dritten Platz ab.

Tags darauf hieß es nun beim Finale Hop oder Top. Hochkonzentriert und mit einer fast unheimlichen Anspannung und Konzentration zeigten die zwei Sportakrobatinnen aus welchem Holz sie geschnitzt sind. Mit einer nahezu makellosen Übung, die eine unglaublich hohe Wertung von 28.50 Punkten einbrachte, kämpften sich die Beiden auf den Silberrang zurück. „Mit diesem Endresultat haben sich Nicole und Sophie viel Respekt und große Komplimente eingeholt, die sowohl vom Bundestrainer Igor Blintsov, als auch von Trainern und Wertungsrichtern der anderen teilnehmenden Nationen kamen. Wenn es darauf ankommt sind sie da und beweisen sich als echte Profis und starke Wettkampftypen“, resümiert Trainerin Nina Wente.

Sie sieht nun sehr zuversichtlich den Europameisterschaften Anfang Oktober in Polen entgegen und nützt die verbleibende Zeit um das Paar mental auf Sicherheit und Stärke weiter aufzubauen. (wm)



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