Kühlenthaler Windrad geht in die Endphase

Die zweite Windkraftanlage im Landkreis Augsburg entsteht in der Nähe der Gemeinde Kühlenthal und soll in den nächsten Tagen fertig werden. Foto: Peter Heider

In der Endphase befindet sich der Bau der Windkraftanlage in der Gemeinde Kühlenthal. In den vergangenen Wochen und Tagen wurde mit Hochdruck an der Fertigstellung des Windrades gearbeitet, das sich in der Nähe des Weilers Fertingen, der zur Gemeinde Kühlenthal gehört.

Nur etwa 500 Meter vom Kühlenthaler Windrad wurde im Sommer dieses Jahres das Langenreicher Windrad in Betrieb genommen. Für das Kühlenthaler Windrad wurden zuletzt die drei Flügel – jeder einzelne hat eine Länge von 58,5 Metern und ein Gewicht von 7,5 Tonnen – mit Spezialfahrzeugen aus Norddeutschland angeliefert. „Der Transport war aufgrund der riesigen Dimensionen ein logistische Meisterleistung, denn die Flügel mussten an mehreren Brücken umgeladen werden, um die Tragfähigkeit der Brücken nicht zu überlasten“, sagt dazu Kühlenthals Bürgermeister Erich Stohl.

Bei der Kühlenthaler Windkraftanlage handelt es sich um ein Bürgerwindrad, zu dessen Bau das Landratsamt Augsburg im Januar diesen Jahres seine Zustimmung gab. Bevor das Landratsamt jedoch grünes Licht gegeben hatte, wurden unter anderem die Auswirkungen des Windrads auf streng geschützte Fledermaus- und Vogelarten fachgutachtlich geprüft, mögliche Konflikte bewertet und verschiedene Vermeidungs- und Minimierungsmaßnahmen als Auflagen festgesetzt. „Es ist eine Anlage vom Typ Nordex N 117 mit einer Nennleistung von 2400 Kilowatt und einer Nabenhöhe von rund 141 Metern sowie einem Rotordurchmesser von 117 Meter, die in Nähe des Weiler Fertingen errichtet wird“, erklärt der Kühlenthaler Rathauschef. In einem Jahr erzeugt die Anlage 5,5 bis 5,7 Millionen Kilowattstunden.

Laut Auskunft des bauausführenden Unternehmens GP Joule sollen in den nächsten Tagen die Rotorblätter, die bereits neben dem Fundament des Windrades sorgfältig gelagert sind, sowie das Maschinenhaus mit Generator installiert werden. „Ebenso werden die zwei Turmverlängerungen aus Stahl mit einer Länge von jeweils 35 Meter auf die vorhandenen Stahlbetonteile montiert“, erklärt Stohl.

An der Finanzierung des Windrades beteiligen sich hauptsächlich Bürger der selbstständigen Gemeinde Kühlenthal. Die Investitionssumme für die zweite Windkraftanlage im Landkreis Augsburg beläuft sich auf 4,3 Millionen Euro.
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