Feuerwehrhaus: Plötzlicher Konsens

Das alte Feuerwehrhaus in Kutzenhausen wird in absehbarer Zeit der Vergangenheit angehören. An der Augsburger Straße soll neu gebaut werden, dafür werden zwei alte Gebäude abgerissen. Foto: Lang

Das neue Feuerwehrhaus in Kutzenhausen wird doch an der Augsburger Straße gebaut. Seit Jahren war der Standort umstritten. Der Gemeinderat spricht sich nun - mit einer Gegenstimme - für den Neubau aus.

Seit Jahren war der Standort für ein Feuerwehrhaus in Kutzenhausen umstritten: entweder ein Bauwerk an der Augsburger Straße oder ein Um- und Ausbau bestehender Gebäude an der Raiffeisenstraße. Doch nun hat sich der Gemeinderat zu einem Konsens durchgerungen. Wichtigste Punkte des Beschlusses: Das neue Feuerwehrhaus soll in der Augsburger Straße gebaut werden, allerdings werden nur zwei Stellplätze gebaut und die Gebäudezahl muss reduziert werden.

Der Publikumsandrang im Sitzungssaal war enorm, es gab keinen freien Sitzplatz mehr. Und noch bevor Bürgermeisterin Silvia Kugelmann das Thema Feuerwehrhaus aufgriff, machte Feuerwehrkommandant Hubert Biehler deutlich, dass sich seine Wehr mit Eigenleistungen in das Bauprojekt einbringen werde.

"Im Vorfeld der Ratssitzung hatte es intensive Gespräche mit allen Fraktionen gegeben, um eine vernünftige Lösung zu finden. Jeder ist einen Schritt auf den anderen zugegangen, wir haben einen guten Konsens gefunden, der sich auch im Beschluss niederschlägt", sagte Kugelmann. Wichtig sei, dass man ein Konzept für die gemeindlichen Einrichtungen wie Rathaus und Bauhof mit dem Ziel erarbeite, dass die Grundstücke nach wirtschaftlichen und städteplanerischen Gesichtspunkten überplant und verwertet werden. Im Klartext heißt das, dass der Raiffeisenkomplex langfristig für die Ortsentwicklung vorgesehen ist, momentan aber bleibt alles so wie bisher.

Ohne jegliche Debatte wurde der Beschluss zum Bau des neuen Feuerwehrhauses gefasst. Danach müsse der Bauausschuss in Kooperation mit der Feuerwehr die Planungen fortführen. Allerdings müsse die Kubatur reduziert werden und statt zwei werde nur ein Gebäude errichtet; die alten Gebäude werden abgerissen. Auch die Zahl der Stellplätze für Feuerwehrfahrzeuge werde von drei auf zwei reduziert, ein Schulungsraum soll eingeplant werden. Für eine eventuelle künftige Nutzung müssen genügend Flächen zurückbehalten werden, das Gebäude deshalb optimal situiert werden, um eine spätere Platzgestaltung - unter anderem mit Bushaltestelle und freier Zufahrt im Osten - und den Hochwasserschutz zu gewährleisten.

Die Kosten stehen noch nicht fest


Die Gesamtkosten für das Bauwerk stehen noch nicht fest. Zur Kostenreduzierung müssen aber die Feuerwehr und die Ortsvereine durch Eigenleistungen und Beteiligung herangezogen werden. Abweichungen von den bisherigen Planungen - etwa die Platzgestaltung - seien mit der Städtebauförderung zu klären und abzusprechen. Und die Kommunalverwaltung werde beauftragt, die entsprechenden Leistungsverzeichnisse zu versenden.

Mit 14:1 stimmte das Gremium für den Neubau Feuerwehrhaus. Gemeinderat Christian Geßler (UGG) aus Rommelsried stimmte dagegen. Geßler war für eine telefonische Anfrage nicht erreichbar. Bürgermeisterin Kugelmann erläuterte auf Nachfrage, dass Geßler mit seinem Nein ein Zeichen setzen wollte, die Rommelsrieder und deren Vereinsheim nicht zu vergessen.
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