Zustimmung für zentralen Platz

Im westlichen Landkreis Augsburg soll ein zentraler Verkehrsübungsplatz geschaffen werden (Symbolbild). Foto: © ginasanders / 123rf.de

Seit über zwei Jahren wird ein "zentraler Jugendverkehrsübungsplatz" im westlichen Landkreis Augsburg immer wieder diskutiert. Denn die vorhandenen Übungsplätze an Schulen entsprechen längst nicht mehr den Anforderungen. Nun scheint der passende Platz gefunden.

Nahe dem Kutzenhausener Bahnhof will die Verkehrswacht Augsburg ein passendes kommunales Grundstück gefunden haben. Die zwölf Gemeinden im westlichen Landkreis müssten sich jedoch anteilsmäßig an den Bau- und Betriebskosten beteiligen.

Angeregt hat das Projekt "Jugendverkehrsübungsplatz" der Dienststellenleiter der Polizeiinspektion Zusmarshausen, Bernhard Heimann. Er verweist auf Städte wie Aichach, Friedberg und Schwabmünchen, die feste Jugendverkehrsübungsplätze haben, um allen Viertklässlern gleiche Voraussetzung für den "Fahrradführerschein" zu bieten. Das Heranführen der Grundschüler an den Straßenverkehr laufe konform mit dem Verkehrssicherheitsprogramm 2020 "Bayern mobil - sicher ans Ziel".

Im Bereich der Polizeiinspektion Zusmarshausen gebe es derzeit fünf Übungsplätze, von denen aber keiner den Ansprüchen des heutigen Verkehrsgeschehens entspreche. Deshalb plane die Verkehrswacht Augsburg für den westlichen Landkreis den Neubau einer Jugendverkehrsübungsschule (JVS) in Kutzenhausen. Dazu würde die Gemeinde Kutzenhausen ein passendes Grundstück nahe dem Bahnhof zur Verfügung stellen, sagte Gessertshausens Bürgermeisterin Claudia Schuster in der vergangenen Ausschusssitzung für Schule, Kultur und Sport der Gemeinde Gessertshausen.

Der Landkreis Augsburg sowie die Gemeinden Adelsried und Altenmünster, Diedorf und Dinkelscherben, Fischach und Gessertshausen, Horgau, Kutzenhausen, Langenneufnach und Ustersbach, die Verwaltungsgemeinschaft Welden, Zusmarshausen und der Förderverein Montessori-Schule müssten der Verkehrswacht als Aufgabenträger die Befugnisse für die Errichtung und den Betrieb der JVS übertragen. Das Grundstück in Kutzenhausen werde dann den beteiligten Kommunen über eine Zweckvereinbarung überlassen.

Die geschätzten Kosten betragen laut Architekturbüro Birkle insgesamt etwa 494 000 Euro ohne Grundstück. Der Zuschuss des Landratsamtes liege bei 200 000 Euro, für die Verkehrswacht Augsburg 100 000 Euro; die verbleibenden Kosten von gut 194 000 Euro würden dann anteilsmäßig auf die Gemeinden umgelegt, so die Kalkulation.

Noch nicht berücksichtigt seien aber Zuschüsse der Landesverkehrswacht München sowie Gelder von Sponsoren. Auf Gessertshausen entfallen bei derzeit 42 Schülern rund 16 000 Euro, das seien 7,42 Prozent der Kosten. Hinzu kommen noch die jährlichen Verwaltungs- und Betriebskosten, die ebenfalls von den Kommunen anteilig getragen werden, so Bürgermeisterin Claudia Schuster.

Die Ausschussmitglieder waren sich einig, dass ein neuer Verkehrsübungslatz im westlichen Landkreis prinzipiell zu begrüßen sei, um den Schülern unter bestmöglichen pädagogischen Gesichtspunkten eine optimale Verkehrsausbildung zu ermöglichen.

Man hoffe auf die Mitwirkung aller Gemeinden, so das Fazit der Gemeinderäte.
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