Ehestreit eskaliert in Langweid: Mann liegt mit schweren Stichverletzungen im Wohnzimmer

Die Polizei fand den 63-jährigen Mann mit schweren Stichverletzungen im Oberkörper im Wohnzimmer liegend. (Foto: Jaromír Chalabala-123rf.de)

Als die Polizei am Mittwoch zu einem Ehestreit in Langweid gerufen wird, entdecken die Einsatzkräfte bereits im Eingangsbereich des Anwesens Blutspuren. In der Wohnung des Ehepaars liegt im Wohnzimmer ein Mann, mit schweren Stichverletzungen im Oberkörper.

Langweid: Nachbarin hörte Schreie

Hintergrund sei "ein offenbar schon länger und immer wieder aufkeimender Streit zwischen einem Ehepaar", erklärt die Polizei in ihrem Pressebericht vom Donnerstag. Kurz nach 11 Uhr sei die Polizeieinsatzzentrale von einer Anwohnerin verständigt worden. Diese teilte mit, dass in einer Wohnung in dem betroffenen Mehrfamilienhaus, im westlichen Bereich von Langweid, "möglicherweise Schlimmeres passiert" sei und Schreie zu hören wären.

Die Einsatzkräfte fanden den 63-jährigen Mann mit schweren Stichverletzungen im Oberkörper im Wohnzimmer liegend. "Von einem Gersthofer Polizeibeamten, der auch im Rettungsdienst aktiv ist und über eine entsprechende Ausbildung verfügt, wurden bei dem Schwerverletzten bis zum Eintreffen des Notarztes umgehend entsprechende Reanimationsmaßnahmen eingeleitet, die dem 63-Jährigen möglicherweise das Leben gerettet haben", so die Polizei in ihrem Bericht.

47-jährige Ehefrau hatte Stichverletzung im Oberschenkel

Auch die 47-jährige Ehefrau hatte eine Stichverletzung im Oberschenkelbereich, weshalb beide ins Klinikum eingeliefert wurden. Die Verletzungen der Frau seien jedoch nicht so stark, dass ein längerer Krankenaufenthalt erforderlich wäre, ihr Mann hingegen sei nach wie vor nicht ansprechbar, aber außer Lebensgefahr.

"Nachdem zunächst ein im Raum stehendes versuchtes Tötungsdelikt nicht ausgeschlossen werden konnte, wurde der Tatort an die Kripo Augsburg übergeben, die noch vor Ort die Ermittlungen aufnahm", teilt die Polizei mit. Allerdings habe sich relativ bald herausgestellt, dass der Ehemann im Streitverlauf wohl mit einem Küchenmesser auf seine Frau losgegangen sei "und ihr eine Stichverletzung im linken Oberschenkel beibrachte".

Mann stach sich selbst mit Küchenmesser in den Oberkörper

Anschließend habe er sich das Messer offenbar "in suizidaler Absicht" mehrmals in den Oberkörper gestochen, wobei er sich lebensbedrohliche Verletzungen beibrachte. "Nach Aufklärung des Sachverhalts wird nun nicht mehr von einem versuchten Tötungsdelikt ausgegangen, sondern primär wegen gefährlicher Körperverletzung gegen den 63-Jährigen ermittelt", schließt die Polizei ihren Bericht. (pm/jaf)
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